Tanne (Fichte, Picea excelsa oder Weisstanne, Abies alba) Die Tanne ist in unseren Pflanzen-Flurnamen am häufigsten vertre- ten, wobei mit einer Ausnahme zwischen der Fichte (Picea excelsa) und der Weisstanne (Abies alba) nicht unterschieden wird. Nach Bandle (1954) wird vom ahd. das Tann, allgemein der Wald, abgeleitet, dies im Gegensatz zum ahd. tanna für die Tanne, womit dann der einzelne Baum gemeint ist. Die meisten liechtensteinischen Wortformen mit der Tanne beinhalten eine kollektive Form oder bezeichnen mittels bestimmter Bäume auch genau definierte Örtlichkeiten (z.B. bei der Marktanne, bei den sieben Tannen). Unter «Grotzen» versteht man im benachbarten st. gallischen Rheintal den Wipfel der Tanne, eine junge Tanne oder eine verkrüppelte Form. In den Flurnamen Liechtensteins ist der «Grotzen» nicht vertreten, im St. Galler Rheintal finden wir hingegen das «Grötzli» in der Wartauer Rheinau oder beim «hübsche Grotza» (Gabathuler, 1944). • beim Tännele, Eschen • Tannenwäldle, Gamprin • Thanna Weg, Schaan (17. Jh.), vgl. Ospelt (1911) • in den dürren Tannen, Schaan-Gritsch, Triesenberg-Älple • der Tannenboden, Balzers-Guschgfiel • in den Weidentannen, Triesenberg-Sareis und Triesenberg-Garselli • Dreitannenboden, Balzers-Guschgfiel • Drei Tannen, Schaan-Gritsch • bei der Marktanne, Triesenberg-Sareis • bei den sieben Tannen, Planken-Maiensäss • Tännelemähdern, Gamprin • beim Tannsamenplatz, Eschen • im Tannwald, Schellenberg • des Bleichners bei der Tanne, Schaan • bei den Weisstannen, Triesenberg-Bargella 211
        

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