unser Land vor verheerenden Kriegsfolgen zu bewahren, so trugen Sie später entscheidend zum wirtschaftlichen Aufschwung unseres Landes bei, so liegt hier über alle vier Jahrzehnte jene Aufgabe, der Sie sich persönlich immer besonders verpflichtet fühlten: Den Liechtensteinern ihr Vaterland als eine echte Lebensgemeinschaft zu vermitteln. Durch Ihre Wohnsitznahme im Lande selbst und durch Ihre Art, hier zu leben, gelang es Ihnen zusammen mit Ihrer Gemahlin, Ihrer Durchlaucht Für- stin Gina und Ihrer Familie, den Liechtensteinern ein neues und leben- diges Verhältnis zur Monarchie und damit zum Staat zu vermitteln. Das Staatsbewusssein, das gerade in einem Kleinstaat oft zu verschüttet liegt, ist gerade für uns von besonderer Bedeutung. Es ist für unsere Zukunft notwendig, dass wir uns mit unserem Land und seinen Einrichtungen auseinandersetzen, dass wir uns ein Bild von ihm machen. Sie, Durch- lauchter Landesfürst, wirken durch Ihre hohe Auffassung von Ihrem Amte, in dem Sie Pflichterfüllung als obersten Grundsatz betrachten und ihn vor persönliches Wohl stellen, als Beispiel. Ein Vergleich zwischen 1938 und 1978 und eine Darstellung der Entwicklung Liechtensteins in diesen vier Jahrzehnten wäre unvoll- ständig, ja wäre geradezu falsch, würde man die 160 km2 unseres Lan- des als Insel betrachten. Gerade im Jahre 1938 und in den folgenden Jahren bis 1945 waren es äussere Bedrohungen, welche die Existenz unseres Landes gefährdeten. Heute liegt Liechtenstein zwischen zwei neutralen und befreundeten Staaten. Liechtenstein ist seit Jahren be- strebt, vor allem innerhalb Europas im Rahmen seiner Möglichkeiten seinen Beitrag zur Verständigung und zur Zusammenarbeit unter den Völkern zu leisten. Wir sind der Überzeugung, dass gerade ein Klein- staat auf verschiedenen Gebieten modellhaft wirken kann und über Er- fahrungen verfügt, die auch für grössere Staaten gültig sind. Die aussen- politische Aktivität Liechtensteins ist über die europäische Integration und Zusammenarbeit hinaus als eine Aktivität im Sinne einer weltweiten Solidarität zu sehen. Ein Land hat nicht nur Verpflichtungen seinen eigenen Bürgern gegenüber. Je länger, je mehr muss die Mitverantwort- lichkeit allgemeiner und weitgespannter aufgefasst werden. Die Basis der liechtensteinischen Aussenpolitik ist und bleibt inner- halb ihrer Zielsetzungen die freundschaftliche Verbundenheit mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft, mit der uns seit über 50 Jahren unsere wichtigsten Verträge und darauf aufbauend eine äusserst enge XX
        

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