Doch solle dises alles, also und dergestalt verstanden werden, das an allen disen jetzt benanten Herrschafften und Güetern, weilen sie Fideicommiss und Erbverainigungs Güeter sein, und ewiglich verbleiben sollen, Uns den Besitzern deroselben ain mehrers nicht daran, dann der blosse doch völlige Ususfructus, Nutz und Geniess gebüre und zuestehe, mit welchem Usufructu oder gemäss, ein jeder unter Uns, wie dann auch deroselben Nachkommen ires besten Wissens und Gefallens zuthun und zulassen habe. Es ist aber darneben auch, Uns und Unsern Nachkommen, Besitzern der obgedachten Güeter, doch ausserhalb des Erstgeburthsthumb nicht verbotten, sondern freygelassen, mehrgedachten Güetern, Besitzung und Genuss unter unsre Söhne, oder Söhns Söhne, da einer der Söhne mehr, dann ainen allein hette, pro arbitrio suo, entweder unter Lebendigen oder auf den Todesfall, durch letzte Willen zuthailen, und ainem disen ainem andern, ein andern Thail zu assignirn und zuüberlassen, doch, das nichts desto weniger auch solche zertheilte Stuck, in irer Fidei- comissaria Massa Natura und Aigenschafft verbleiben, und durch die Particular Besitzern, in irem yetzigen Standt und Wirdten erhalten, nicht deteriorirt, sondern mehr gebessert, und in Summa, weder bey noch ohne die Tailung, das wenigste nit, so diser Erbverainigung zu- wider sein möchte, gehandelt und vorgenommen werde. Begebe sich dann über kurtz oder lang, das nach dem Willen Gottes eine Linea durch Absterben deroselben mannlichen Geschlechts Perso- nen, gentzlich erlöschete, so sollen alle und jede derselben Linien, hin- terlassene Güeter, sovil derselben diser Erbverainigung und Fideicom- misso, ausser der Erstgeburthsthumb einverleibt sein, auf die zwo über- bleibende Lineas, zu gleichen Thailen kommen und gefallen, also das, wann schon die eine unter den zwayen überlebenden Linien, die Linea Primogeniturae wäre, sy nichts desto weniger einen gleichen Thail, wie die andere Linea bekombt, haben, und an solcher Gleichhait intuitu des Erstgeburthsthumb Vorauss nicht solle gehindert werden. Da auch ein solcher in seiner Linea letzt Absterbender, andere mehr Herrschafften, oder ligende Güeter hinter sich verliesse, und davon, oder darüber kein ordentliches Testament oder Letzten Willen, welches inen doch über dise also qualificirte Güeter freystehen solle, nicht machte, so sollen auch dise, seine nachgelassene Herrschafften und ligende Güeter, denen baiden überbleibenden Linien, ex aequis partibus 145
        

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