Ich erlaube mir nun aber die Bemerkung beizufügen, dass Burgen auf diese primitivste Art geschützt momentan gesichert sind, nebenbei aber einen recht ärmlichen Eindruck machen. Bei unserer Burg würde ein Ziegeldach den Verwitterungsprozess nicht nur vollständig hemmen, sondern eine Bedachung würde auch die Ansicht nach aussen in hohem Grade verschönern. Es liegen ja tausende von alten Ziegeln hier in der Burg aufgespeichert, die sich vorzüglich zu diesem Zwecke eignen würden. Sollte aber im Frühjahre mit einer planmässigen Restauration der Burg begonnen werden, wie eine solche im Laufe des letzten Sommers von einer hohen Baukommission nach eingehender Besichtigung der Burg ausgearbeitet wurde, so würden alle Bedenken und Mängel mit einem Schlage in der zweckdienlichsten Art gelöst werden. Nur sollte für eine solche Arbeit schon jetzt das passende Baumaterial, wie grosse Findlingssteine oder Tuff, in genügender Menge gesammelt und für die starken Balkenböden und für das Dachgehölz eine Holzliste ausgezogen werden, um das Holz im Winter fällen zu können und kantig zu be- hauen. Nachdem nun die wichtigsten Ausgrabungen beendet sind, erlaube ich mir, SEINER DURCHLAUCHT für das hohe Vertrauen und die grosse Ehre, die mir mit der Aufsicht der Ausgrabungen erzeigt wurde, meinen ergebensten Dank auszusprechen. Vaduz, den 29. November 1904. In tiefer Ehrfurcht ergebenster EGON RHEINBERGER m. p. 85
        

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