Beim Saalbau war schon frü- her, wahrscheinlich bei Gelegen- heit der Erbauung des Westflü- gels, eine Senkung wahrgenom- men worden, zu deren Paralysie- rung man eine starke Stützmauer gegen Norden anlegte. Als dann später, wie es scheint, bereits im 18. Jahrhundert, abermals eine Senkung, und zwar diesmal nach der Talseite zu, konstatiert wur- de, entschloss man sich behufs Entlastung der westlichen Front- mauer das oberste Geschoss nach dieser Seite hin abzutragen und das Gebäude mit einem flachen Pultdach zu versehen. Da trotz- dem in neuerer Zeit wieder Sen- kungserscheinungen auftraten, wurde die Westfront des Saal- baues mit einem starken Beton- lager unterfangen. 
Schlosshof gegen Norden vor der Restaurierung Infolge zunehmenden Raummangels in dem alten Amtsgebäude des Ortes Vaduz wurde 1896 angeordnet, die Kanzlei des fürstlichen und des Landesforstamtes sowie die Dienstwohnung des Forstverwal- ters im Schloss unterzubringen. Die bisher im Saalbau betriebene Gast- wirtschaft wurde aufgehoben, und die Adaptierung des Saalbaues und des westlichen Flügels sofort in Angriff genommen. Zunächst wurden die stark verwitterten Fensterblöcke aus Sandstein herausgenommen und durch neue, den alten in Material und Stilisierung genau nach- gebildete, ersetzt; die Wendeltreppe des Westflügels wurde in Sand- stein erneuert, die Plafonds im Obergeschoss gereinigt und ergänzt etc. Im Verlaufe dieser Arbeiten tauchte der Gedanke auf, diese Räume als Wohnung für den Fürsten einzurichten. Infolgedessen wurde das erste Projekt fallen gelassen und für die Forstverwaltung ein neues Gebäude oberhalb des Schlosses gebaut. 72
        

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