diger Weise wurde auf der schweren Bastion ein leichter Rundhau errichtet, welcher nicht Verteidigungszwecken diente, sondern reich ausgestattete Wohnräume enthielt. Das darüber befindliche Dachboden- geschoss mit seinen Bodenscharten und dem umlaufenden äusseren Wehrgang hatte wieder ausgesprochen fortifikatorischen Charakter. Der Gegensatz zwischen den mit geläutertem Renaissancegeschmack aus- gestatteten Wohnräumen im Mittelgeschoss und den darunter und darüber befindlichen Verteidigungsanlagen ist ein so grosser, dass man versucht ist, an einen späteren Umbau zu denken. Allein die Gleichartig- keit des Wohngeschosses mit den anderen Teilen dieses Rondells steht ausser allem Zweifel und wird schon durch den Stilcharakter der Mauer und des Getäfels, welches unverkennbar aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammt, bewiesen. Es handelt sich offenbar um eine Laune des Bauherrn, der während der Bauführung des Rondellbaues an der sonnigen Lage dieser Stelle und der herrlichen Aussicht, die man von dort aus geniesst, besonderen Gefallen gefunden zu haben scheint. Die unmittelbare Veranlassung für die Einschiebung eines Wohnge- Schloss Vaduz. Grundriss mit Umbauten von 1400— 1700. Aufnahme von Alois Gstrein. 61
        

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