ter vermauerten Zinne deutlich verfolgt werden. An der Ecke bei Punkt d endete der Wehrgang mit einem Auslugtürmchen, das später ver- mauert, aber bei der Restaurierung wieder freigelegt wurde. Auf der Ostseite zwischen den Punkten / und m ist er in den späteren Wohnbau einbezogen bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben und zeigt jetzt in den Schussscharten den Charakter des XVII. Jahrhunderts. Die westliche Linie der Ringmauer musste schon im folgenden Jahrhundert einem Wohnbauflügel weichen, ist aber ausser in den beiden Mauer- pfeilern des inneren Burgtores auch noch bei den Punkten /, g und h in den Fundamenten konstatierbar. Schon bei der ersten Anlage der Burg wurde ein zweiter (äusserer, bzw. unterer) Burghof geschaffen, welcher der westlichen Beringmauer vorgelagert war und sich bis zum westlichen Steilabfall des Burgfelsens erstreckte. Wegen der natürlichen Unzugänglichkeit dieser Stelle konnte die diesen unteren Hof nach Westen abschliessende Mauer wesentlich schwächer gehalten werden als die eigentliche Ringmauer. Gegen Sü- den war der äussere Burghof durch eine freistehende Wehrmauer ab- geschlossen, welche eine direkte Fortsetzung der südlichen Mauer des inneren Hofes repetierte und diese ungefähr in gleichbleibender Stärke bis an die Südwestecke neben dem äusseren Burgtor fortführte. Auch diese starke Wehrmauer hatte selbstverständlich einen Wehrgang, der aber den Terrainverhältnissen entsprechend beträchtlich tiefer lag als der Wehrgang im Inneren des Beringes. Der Mauerabsatz dieses Wehr- ganges ist in seinem ganzen Verlauf von der Ansatzstelle der inneren Ringmauer bei Punkt d in Plan I bis zum äusseren Burgtor noch heute erhalten. Zu diesem, an der Südwestecke der ganzen Burganlage gele- genen äusseren Tor führte eine Brücke über den wesentlich von Nor- den nach Süden streichenden Torgraben. Der von Süden kommende und in die Brücke einmündende Burgweg war schmal und hatte den Charakter eines Saum- oder Karrenweges. Die Wirtschaftsgebäude zwi- schen dem Bergfried und dem nordwestlichen Wohnbau wurden erst später, aber doch im Laufe des 14. Jahrhunderts sukzessive aufgeführt, wie z. B. der eingelegte Mauerpfeiler bei i und die teilweise vermauerte Toröffnung bei k auf Plan I beweisen. Aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammt auch die mit einem Schartenfenster versehene Mauer, welche den Stiegenhof südlich vom Bergfried abschloss. Aus diesem Stiegenhof ging einerseits eine Treppe zum Wehrgang der Ring- mauer, eine andere führte um die Südwestkante des Bergfrieds herum 57
        

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