gegenstände nicht mehr erhalten. Es handelt sich um einen bronze- zeitlichen Dolch und um das Fragment eines Bronzehelmes. In der ersten Fussnote vernimmt man vom Verfasser, dass das letztere Stück «nach der Technik und Ornamentierung mit Sicherheit als Randstück eines Kammhelmes bestimmt werden kann von jenem Typus, welcher für das rätische Gebiet besonders charakteristisch ist». Wir dürfen wohl auch heute noch diese Zuordnung als gültig betrachten, war doch v. Wieser ein Gelehrter, der in archäologischen Belangen und beson- ders in der alpinen rätischen Kultur auf Grund seiner eigenen For- schungen grosse Erfahrung besass. Es bietet sich hier offenbar eine Parallele zu dem Helm, den der im Jahre 1932 auf Gutenberg ausge- grabene «Mars von Gutenberg» trägt. Der zweite Teil «Baugeschichte» befasst sich in klarer und an- schaulicher Darstellung mit der chronologischen Entwicklung der Burg. Die Kenntnis einiger der darin geschilderten Einzelheiten wäre sicher auch für Erwin Poeschel bei der baugeschichtlichen Beurteilung der Burg Vaduz (Die Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein, 1950) von grossem Interesse gewesen. Von Wieser kommt in der Datierung der einzelnen Bauteile im Wesentlichen zu den selben Ergebnissen wie Egon Rheinberger in seiner Abhandlung über den Schlossbestand vor Beginn der Restaurierungsarbeiten (Jahrbuch des Historischen Vereins 1904). Als kleines Detail sei hier noch die Inschrift auf der Sonnenuhr über dem Toreingang «Recordare Novissima» erwähnt, die uns v. Wie- ser überliefert und die für Poeschel infolge der fortgeschrittenen Ver- witterung schon nicht mehr lesbar war. In einem dritten und abschliessenden Teil geht dann v. Wieser auf die seit 1905 erfolgten Abänderungen und Renovationsarbeiten an der Burg Vaduz ein. Man gewinnt hier unwillkürlich den Eindruck, dass es sich dabei nicht zuletzt um einen Rechtfertigungsversuch gegenüber Vorwürfen handelt, die wohl dem Verfasser von Vertretern des mo- dernen Denkmalschutzes nicht erspart geblieben waren. Alles in allem bietet die «Baugeschichte der Burg Vaduz» eine in Zukunft nicht zu übersehende Quelle für die Geschichte des wichtig- sten historischen Baudenkmales unseres Landes, weshalb sie im Fol- genden wörtlich wiedergegeben werden soll. Leider sind die Planunterlagen, auf die in der Arbeit verwiesen wird, verlorengegangen. Die beiden Grundrisse der Burg Vaduz, 
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