— 185 — Liechtenstein 1902 S. 137 — 139. — Joetze, Geschichte der Stadl Lindau Bd. II S. 228 — 229 Anm. 79 behauptet demgegenüber, eine Äbtissin Guota von Triesen habe «kaum 
existiert», da der Eintrag im Jahrzeit- buch erst aus dem 15. Jahrhundert stamme. Dagegen sei der Eintrag vom 25. Oktober über den Tod der Äbtissin Guota von Schellenberg zeitgenössisch aus alter Zeit. Ganz auszuschliessen wagt er aber die andere Möglichkeit doch nicht, «es müssten höchstens in der Zeit von 1285 —1335, wo sich der Name in den Urkunden vorfindet, zwei Äbtissinen des Namens Guta gelebt haben.. 
» Auch Bernhard Zeller, Das Heilig-Geist-Spital zu Lindau (1952) spricht S. 48 nur von der Äbtissin Guta (1286 — 1340) die «eine geborene von Schellenberg» gewesen sei und die 1307 zusammen mit ihren Verwandten, den Land- vögten Ulrich und Marquard von Schellenberg sowie mit Ulrich dem Kirchherr von Lindau zu Schaphausen den Kampf um das Spital auf- genommen habe. — Merkwürdig, dass der Eintrag über Guota von Triesen auch fol. 17a unter dem 4. September wiederholt wird. Er stammt aus dem späteren 15. Jahrh. Mitglieder der Familie v. Triesen im Lindauer Frauenkloster aus dieser Zeit sind nicht bekannt, der Anlass zu späterer Fälschung nicht gegeben. Eine vom Jahrzeitbuch unabhängige Überlieferung von einer zweiten Stifterin — nach dem Niederbruch am Ende der kaiserlichen Zeit um 1257 — ist aber denk- bar, somit eine Aufeinanderfolgende von zwei Äbtissinen gleichen Namens, auf die sich die doch abnorm lange Regierungszeit von 54 Jahren verteilen würde. Es wäre gut möglich, dass das neue Jahrzeit- buch anfangs des 14. Jahrh. manche der Einträge des alten nicht übernahm. 13 Der Eintrag wird abgekürzt unter dem 29. März und im selben 14. Jahrh. wiederholt, s. oben Anm. 8. 14 Ulrich von Triesen, s. oben Anm. 2. — Es dürfte sich — neben dem Vater der Margaretha, Anna und Katharina um einen zweiten Ulrich von Triesen handeln; Büchel, Geschichte der Pfarrei Triesen, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1902 S. 136 —137 eröffnet zwei Möglichkeiten. 15 Katharina von Triesen, Äbtissin zu Lindau, erwählt am 17. Mai 1356 (s. n. 101), Schwester der Margaretha, verehelichten von Brunnenfeld und der Lindauer Kanonisse Anna (s. n. 92). — Stelle erwähnt von Primbs, Die Reihenfolge der Äbtissinen S. 43. — Über sie Büchel, Ge- schichte der Pfarrei Triesen, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liech- stein 1902 S. 140 — 141; nach ihm wäre sie eine Tochter Johanns von Triesen, was aber der Jahrzeitstiftung ihrer Schwester (s. Anm. 2) widerspricht. 16 Johann von Brunnenfeld, Kirchherr zu Untervaz nach Urk. vom 23. Mai 1348 (n. 92), Sohn Margarethas von Triesen-Brunnenfeld und Neffe der Äbtissin Katharina. Zu allgemein Büchel, Geschichtliches über die Burgen unseres Landes, Jahrbuch 1919 S. 83: « . . die Stiflun-
        

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