Zeit werden dann aber kleinteilige getupfte, geritzte Engobemalereien mit in reicheren Farben gehaltenen Blümchenornamenten, Streu- und Bandmustern (Abb. 63 — 70) auf Geschirr, das wohl aus den Töpfer- zentren Lustenau (Vorarlberg) und Berneck (St. Gallen) ins Land ge- bracht worden ist. Das 19. Jahrhundert ist sonst mit Scherben von un- dekoriertem oder bedrucktem Steingut (Abb. 74), von blau bemaltem Steinzeug (Abb. 73) und von weissem, billigem Industrieporzellan ver- treten (Abb. 75). Wenn Rheinberger im Blick auf die Geschirrfunde von Schloss Vaduz von «einem geschlossenen Band der Geschmackrichtung ver- gangener Zeiten in diesem wichtigen Volksindustriezweige» sprechen konnte, dann ist dieses Band durch den Verlust aller Stücke erster Wahl heute zu sehr zerrissen, als dass aus seinen Fetzen noch ein Bild von repräsentativem Wert zurückzugewinnen wäre. Hier wird das vor weni- gen Jahren in Bendern ausgegrabene Material einen gewissen Ersatz bieten können; bei sorgfältiger Aufarbeitung wird es die uns für Schloss Vaduz weitgehend verlorene Vorstellung von der Geschirrkultur «der rücklaufenden Jahrhunderte» im Lande Liechtenstein zum Teil wieder- bringen. 37
        

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