— 157 — 143. Nüziders,1 1401 Juli 13. Heinrich von Sani Vinar,2 Landammann «in Walgo»,3 der zu Nüziders im Dorf «von gnaden vnd gewaltes wegen, des edeln höch- geborn mins gnädigen herren, gräf hartmans von werden- berg von Sangäns. Bischoff ze Cur»4 öffentlich zu Gericht sitzt, erklärt, dass vor ihm Frikk der Schenk, Stadtammann zu Immenstadt5 im "Namen des Grafen Heinrich von Montfort, Herren zu Tettnang6 und etlicher vor Gericht anwesender Leute von Immenstadt und an- derswo mit seinem Fürsprechen Ulrich von Malär1 klagte, es hätten Graf Friedrichs von Toggenburg8 Untertanen («Aigenlut) aus Maien- feld,9 Davos10 und aus dem Prätigau11 den Leuten Graf Heinrichs aus den Alpen genannt «der Bokkpach»,12 «in korben»,13 «in Belgünt»14 und «jm Hirsgeren»15 ihr Vieh, Rosse und Rinder mit Gewalt genom- men und weggetrieben, obwohl zwischen Graf Heinrich oder seinen Leuten und Graf Friedrich von Toggenburg oder seinen Leuten keiner- lei Feindschaft bestand- Nachdem nun die Kläger ihr Eigentum an dem Vieh sowie die bisherige Freundschaft zwischen den beiden Parteien erwiesen haben, spricht das Gericht das Urteil, dass die Geschädigten die Leute des Grafen von Toggenburg wegen des Schadens pfänden und ihr Gut nehmen dürfen, wo sie es finden. Original im Hauptstaatsarchiv München, Montfort n. 47. — Pergament 28 cm lang X 31,3, keine Plica. — Siegel an Pergamentstreifen hängend, der «vinar» bezeichnet ist, rund, 3,1 cm, dunkelgelb, Ovalschild mit drei Flammen. Umschrift: +S' hAINRICI. MINISTRI. DE . sANT . 
VINER (Ligaturen). Rück- seite: «1401 Mittwoch nach Margarete» «fremd 
vrtailbrieff» (15. Jahrh.); «von wegen genomes vich auff der alp Bockbach, Körb, Belgund vnd Hirsgeren, pro Montfort contra 
Toggenburg» (frühes 16. Jahrh.); «regest», «N 41 f. 
18» (19. Jahrh.); «1401 Juli 
13» (Bleistift, modern). 1 "Nüziders, Vorarlberg. 2 Ammannfamilie Sant Viner, nach der Kirche St. Viner in "Nüziders benannt, W'appengenossen der Vaistli in Liechtenstein.
        

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