rondell gegenüberliegt, eine deutliche Brandschicht fest. Weitere Nach- forschungen ergaben, dass die Brandreste auf einer alten Strassen- pflästerung lagen. Es scheint die alte Schlossstrasse angegraben worden zu sein. Funde, die eine Datierung ermöglicht hätten, wurden nicht gemacht. Es ist geplant, auf der Burg Alt-Schellenberg im Jahre 1978 Sondier- grabungen und Mauersanierungen durchzuführen. Das Schweizerische Landesmuseum wird dem Historischen Verein einen Grabungsleiter und das notwendige technische Personal zur Verfügung stellen. Da von diesem Platze bereits zahlreiche Streufunde vorhanden sind, darf man ausser Aufschlüssen über die im Dunkeln liegende Baugeschichte der Burg auch neue Erkenntnisse über die urgeschichtliche Besiedlung des Eschnerberges erwarten. Im Hinblick auf die Grabung wurden in Zu- sammenarbeit mit der Gemeinde Schellenberg bereits die notwendigen forstlichen Arbeiten durchgeführt und eine topographische Aufnahme des Burghügels in Auftrag gegeben. Es ist bekannt, dass sich auf dem Terrain des alten Friedhofes in Eschen die Grundmauern einer mittelalterlichen Kirche befinden, deren Chorfundamente in die jetzt bestehende Kirche hineinragen. Um die Restaurierungsarbeiten am jetzigen Gotteshauses nicht zu behindern, wurden die alten Baureste unter der Leitung von Dr. Georg Malin frei- gelegt und aufgenommen. Eine geplante ergänzende Grabung wird weitere Aufschlüsse über die frühkirchlichen Verhältnisse in Eschen geben. Einiges Aufsehen erregten in Kreisen der urgeschichtlichen For- schung zwei Funde aus unserem Alpengebiet. Bei Aushubarbeiten zu einem Ferienhaus fand Bauführer Rolf Koppel ein gut erhaltenes Beil aus der mittleren Bronzezeit (ca. 1200 —1500 v. Chr.), das er in verdankenswerter Weise im Landesmuseum ablieferte. Einige Tage später wurde wieder ein Werkzeug aus urgeschichtlicher Zeit, diesmal von Zimmermeister Walter Röckle aus Vaduz, abgegeben. Er hatte es bei Grabarbeiten zur Erweiterung seines Ferienhauses, eben- falls im Malbun, gefunden. Das Gerät wurde im Schweizerischen Lan- desmuseum in Zürich untersucht und konserviert und erwies sich als ein Beil aus der späten Eisenzeit, der sog. Latenezeit (ca. 400 v. Chr. bis Christi Geb.). 249
        

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