den an Geld, 20 Eiern auf Ostern und zur Erntezeit einen Tag Dienst mit 3 Rossen. Landammann Jos Thöny siegelte den Lehenbrief.1 Im Jahr 1718 verleiht Abt Milo dem Ferdinand Büchel den Langen- acker samt Hof und Hofstatt und Gütern und Weingärten auf 15 Jahre. Lehenzins: 8 Viertel Gerste und 14 Gulden 23 kr. 2 Pfg. Da er das Lehen und die Gebäude in guten Zustand gesetzt hat, wird dem Lehen- mann versprochen, dass nach seinem Tode auch sein Sohn das Lehen lebenslänglich erhalten werde.2 Das Urbar von 1728 fusst auf einem älteren, das nicht mehr vor- handen ist, enthält aber auch spätere Eintragungen. Es wurde vom liechtensteinischen Oberamt approbiert und dessen Richtigkeit von 3 unparteiischen Männern bezeugt. Hier werden in einem kurzen Auszug 15 Lehen angeführt, darunter auch das «Bitschische Lehen» in Gamprin. Lehenleute: Ferdinand Büchel, dessen Sohn Johann, dessen Sohn Ferdinand, dann Johann Büchel und seine Mutter. Das Lehen wurde «der lange Acker» genannt; Haus Hofstatt und Stadel standen darauf. Der Zins betrug 8 Viertel Gerste und 11 fl 40 kr, statt 20 Eier 15 kr. Der Inhaber hatte wegen an- deren zu diesem Lehen gehörigen Güter noch 2 fl 28 kr zu zahlen. Der alle 15 Jahre zu entrichtende Ehrschatz betrug 20 fl. Im Jahr 1790 wurde dieser auf 15 fl erhöht. Vom Jahhre 1805 an bestand statt aller Abgaben der Lehenzins in 56 fl und 4 Pfd. Flachst Es ist dies dasselbe Lehen, das Abt Milo im Jahre 1718 dem Ferdi- nand Büchel mit dem Versprechen verliehen hat, dass nach seinem Tode dieses Lehen auch sein Sohn lebenslänglich erhalten werde. Von diesen 15 Lehen des Klosters St. Luzi, die im Urbar von 1728 genannt werden, hat das Kloster folgende Güter den Seelsorge-Priestern von Bendern zu eigener Nutzniessung überlassen. Aus dem Walser'schen Lehen in Schaan 6 Viertel Korn und 30 kr, aus dem Maderischen Höfle 1 fl 27 kr und 7 Viertel Korn, vom Bruckenmahd 18 kr, 7 Viertel Korn und 7 Viertel Rauhkorn, vom Bitschilehen, das der Langacker genannt 1 JBL 1923, S. 124 u. 125. 2 JBL 1923, S. 125. 3 J. B. Büchel, Die Geschichte der Pfarrei Bendern. In: JBL 1923, S. 127 — 132. 228
        

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