oder Schleife genannt, ist eine kleine eingeschnittene Hohlfläche, auf welche dann das eigentliche Zeichen gekerbt wird. Die Wiffe bildet also gewissermassen einen vertieften konkavförmigen Untergrund für die Hausmarkenzeichnung. Bei Handzeichen wird die Wiffe mit einem dün- nen waagrechten Querstrich dargestellt. Z.B. Nr.4, Nr.22, Nr.47 etc. In der gleichen Schreibweise findet man diese Zeichen auch in den Waldhirtenverzeichnissen. Ein gewisser Unterschied zwischen den Hand- und Hauszeichen zeigt sich auch bei der sogenanten Schaufel und beim Kelch. In den eingekerbten Zeichnungen am Holz sind hier die Dreiecke vollflächig ausgeschnitten. (Siehe Seite 186, Benennung der alten Grundzeichen). Bei der Einführung der Häusernumerierung im Jahre 1809 zählte Mauren samt Pfarrhof und Schulhaus 113 Hausnummern. Hievon waren die ersten drei Nummern in Schaanwald zu finden. Es durften damals keine weiteren Häuser mehr gebaut werden (siehe JBL 1916, Seite 32). Diese alten Wohnhäuser be- sassen die eigentlichen ur- sprünglichen Hauszeichen. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Bau- verbot in Mauren aufgehoben und es entstanden weitere Neubauten. Diese sogenannten «Neubäuler» erhielten dann vom Waldhirt ein neues Zei- chen zugeteilt, welches meist nur noch als Holzzeichen diente. Abb. 4 Zeichen auf einem Grenz- pfosten im hinteren Bauwald zum Haus Nr. 7 im Poppers. 178
        

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