3. Kapitel: Das Leben in Amerika Die abenteuerliche Erschliessung des amerikanischen Kontinents hatte begonnen, lange bevor die ersten Einwanderer aus dem Fürsten- tum Liechtenstein ihren Fuss auf das Territorium der Vereinigten Staa- ten setzten. Seit der ersten, bereits erwähnten Besiedlung im Jahre 1607114 war es im Laufe der Jahrhunderte zur Gründung immer neuer Kolonien gekommen. Bereits 1614 gab es auf den Bermudas 600 Siedler und am 16. September 1620 verliess das wohl legendärste Auswande- rerschiff den Hafen von Plymouth: die «Mayflower». An Bord befan- den sich neben den 47 Mann Besatzung 102 Passagiere, die England aus Glaubensgründen verlassen wollten. 40 von ihnen waren sogenannte Puritaner, die der Meinung waren, die Lehre Christi sei durch die englische Kirche korrumpiert worden; die übrigen schliesslich waren Angehörige verschiedener Sekten. Ihr Ziel war die Kolonie Virginia, die sich damals bis in die Gegend des heutigen New York erstreckte; weil aber ein unfähiger Navigator das Steuer führte, landeten sie schliesslich 300 Kilometer weiter nördlich bei Cap Code in Massachu- setts. Sie gingen als «Pilgerväter» in die amerikanische Geschichte ein und gelten als die Begründer der sogenannten «Neu-England-Staaten» Maine, Vermont, New Hampshire, Massachusetts, Rhode Island und Connecticut. In den darauffolgenden 150 Jahren entwickelte sich aus den über Tausende von Quadratkilometern verstreuten Kolonien ein Staats- gebiet, wurde aus dem Sammelsurium von Abenteurern, Sektierern, ehemaligen Sträflingen, Jägern, Siedlern, Habenichtsen und reichen Händlern eine Nation, deren Vertreter 1776 in Pennsylvania die ameri- kanische Unabhängigkeitserklärung unterzeichneten. 1. DIE ERSCHLIESSUNG DES WESTENS Doch das Gebiet, das die dreizehn Gründerstaaten bis zu jenem Zeitpunkt bedeckten, war für die stets zunehmende Zahl von Einwan- derern bereits zu klein geworden, und immer mehr Jäger und Fallen- steller drangen westwärts in bis dahin unbekanntes Indianergebiet vor. 114 3. o. S. 38 f. 55
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.