— 112 — 102. Lindau, nach 1356 Mai 17. Bald nach ihrer Wahl beginnt die Äbtissin zu Lindau, Katha- rina von Triesen mit den fälligen Belehnungen. «Anno domini M°ccc°LVI. proxima feria tercia post Bonifacii. domina / katherina de Trisen1 senior.electa est vnanimiter a Capitulo / Monasterii in Lindaugia2 In abbatissam monasterii eius- dem.Et / Confirmata ac velata est asede dyocesis Constanciensis./ Et notantur hic in libro isto, omnia feoda, quorum ius, /Patronatus, ad dictum monasterium spectat, que feoda sita / sunt extra iurisdictionem ciuium Lindaugensium, que uvlga / riter dicitur margtreht.» Übersetzung Im Jahre des Herrn 1356 am nächsten Dienstag nach Bonifacius- tag (= 17. Mai) wurde Frau Katharina von Triesen die Ältere einstimmig vom Kapitel des Klosters in Lindau zur Äbtissin desselben Klosters gewählt. Und sie wurde bestätigt und eingekleidet vom bi- schöflichen Stuhl der Diözese Konstanz. Und hier in diesem Buch sind alle Lehen aufgeschrieben, deren Herrschaftsrecht dem genannten Kloster gehört, welche' Lehen ausserhalb der Gerichtshoheit der Lin- dauer Bürger gelegen sind, die man gewöhnlich Markrecht nennt. Eintrag im Hauptstaatsarchiv München, Lindau Kloster Lit. n. 57 fol. 2 b. — Papierblatt 30 cm lang X 20,2 cm, linker äusserer Rand etwa 2,6 cm, innerer Rand etwa 1 cm (unregelmässig) frei, nicht paginiert (das folgende Blatt ist «I» bezeichnet). — Handschrift in mit gelbgrauem Leder überzogenen Holzdeckel mit Messingschliesse (anstelle des älteren Verschlusses — Spur eines Plättchens mitten auf der Vorderseite) in Leinwandrücken, besteht aus nachträglich, nicht immer chronologisch richtig zusammengebundenen Teilen (deshalb 33 Seiten leer) insgesamt 296 Seiten, mit vielen späteren Einträgen durch das ganze 14. und (seltener) weit ins 15. Jahrhundert. 1 Äbtissin Katharina von Triesen 1356 —1368. 2 Frauenkloster Lindau im Bodensee, gegründet durch Graf Adalbert von Rätien.
        

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