55. 1312 April 7. König Johann1 von Böhmen und Polen, Reichsverweser in deut- schen Landen diesseits des Gebirges befiehlt Friedrich dem Tumben von Neuburg2 auf Verlangen dem Erzbischof Peter3 von Mainz Anleite zu geben «uf Grauen R ü d o 1 f e s gut von Werdenberg, den man nennet von Sangans»,4 sowie auf den Besitz Graf Wilhelms von Montfort5 wegen der 8000 Mark Silbers, um die diese Grafen den Erzbischof zu Unrecht geschädigt haben (Vmbe aht Tüsent / march Silbers, dar vmbe si in mit vnrehte geschadigot hant»). Der König be- droht Friedrich Tumb für den Fall des Ungehorsams mit einem Ge- richtsverfahren. Original im Hauptstaatsarchiv München, Mainz Domkapitel n. 3615. — In grauem Kuvert, das «Mainz Domkapitel VII 4/3 f. 61», «No 40 Warten- berg» (19. Jahrh.) sowie «1312 April 
7» (modern) bezeichnet ist, Pergament 8,4 cm lang X 23,1, keine Plica. — Rückwärts aufgedrücktes Siegel, grossteils abgefallen, rund, 7,5 cm, grüngelb, thronender Herrscher. Umschrift: +S. IVDICI. CVRIE . JOh . REGIS . BOEM . E . POO ... II. PA ... O .. E . VI. ARU 
- Rückseite: «contra de werdenberg et de Munfort 
Comites» (14. Jahrh.); «Ad Archiepiscopatum . B .. 
» (15. Jahrh.); «König Johanss zu Beheym gepotsbrieff Ertzbischoff peter zu Meintz anzuleyten uff graff Rudolffen gut zu Werdenberg und uff graff Wilhelms gut zu Montfort vmb 8000 mark Silbers darumb sy Inen mit vnrecht beschedigt 
haben» (16. Jahrh.) «M», «ad lat. B: 
bohemia» (17. Jahrh.); «1312 April 7» (Blei, modern). 1 Johann von Luxemburg f 1346. 2 Friedrich Tumb von Neuburg, Reichsritter auf Neuburg bei Koblach, Vorarlberg. 3 Peter von Aspelt, Bischof von Basel und Erzbischof von Mainz, f nach 1320. 4 Rudolf II. von Werdenberg-Sargans, f nach 1322. 5 Wilhelm von Montfort-Tettnang f vor 8. Oktober 1350.
        

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