43. Villandraut,1 1306 Dezember 25. Papst Clemens V.2 schreibt an den Erzbischof von Köln sowie die Äbte von Fulda und St. Maria zu den Märtyrern, dass die edlen Männer Rudolf von Werdenberg genannt von S ar g ans3 («Nobiles Viri Rudulphus de Werdemberg dictus de Sangans») und Wilhelm von Montfort* die Ritter Hermann von Ramungen,5 Ulrich von Bach,0 Otto von Suntheyn7 und Bertold von Stein,8 die Knechte («armigeri») Ucze von Stozzingen9 und Ulmer10 und andere ihre Komplizen an den Erzbischof Peter von Mainz11 als er noch Bischof von Basel war, gewaltsam Hand anlegten, ihn gefangen- nahmen und seiner Pferde, Tücher, Bücher, silbernen Gefässe und an- derer Dinge beraubten und solange im Gefängnis behielten, bis sie von ihm eine Geldsumme und das durch Eid, Bürgen und Urkunden be- kräftigte Versprechen erpresst hatten, niemals deshalb gegen sie Klage zu erheben oder eine päpstliche Urkunde zu erwirken. Da diese Taten in der dortigen Gegend, wie versichert wird, allgemein bekannt und unbestreitbar sind, Gott und den Menschen umso abscheulicher, als sie gegen Gottesdiener so hohen Ranges verübt worden sind, befiehlt der Papst, durch öffentliche Exkommunikation und Verhängung des Inter- diktes über ihren Aufenthaltsort die Übeltäter zu zwingen, dass sie den Erzbischof und die Bürgen ihrer Bürgschaft entledigen, ihm selbst Wie- dergutmachung leisten und mit Empfehlungen zur Kurie kommen, um die Lossprechung zu erlangen; alles Geraubte müssen sie zurückgeben, wenn nötig mit Hilfe der weltlichen Gewalt. Original im Hauptstaatsarchiv München, Mainz Erzstift Urkunde n. 406. - In grauem Papierkuvert «Mainz Erzstift VII 1/4 f. 
52» (rot, 19. Jahrh.), «fas. 
52» (Blei 19. Jahrh.), «Mainz Erzst. fasz. 
52» (19. Jahrh.), «1306 83a» ^1306 Dez. 25.», «Erzstift Mainz f. 52 
Urkd.» (alles modern) bezeichnet, italieni- sches Pergament 38,8 cm lang X 
57,5, Plica 8,5 cm. Verlängerte Schrift der
        

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