— 33 — 20. 1293 April 10. Abt Konrad von Kempten verkauft, veranlasst durch die Ver- schuldung seines Klosters, die Kirche, Güter und Mannlehen zu Ritten- rot,1 ferner seine Rechte vom Walde Allmannshorn2 bis zur Donau und von dem Moos Riet bis zum Walde Wisentaichach3 um hundert Mark Silbers an Bischof Wolfhard von Ausgburg. Dies geschah in Anwesen- heit und mit Zustimmung und Rat der tapferen Männer der Herren « v 1 r i c u s »4 und «Marquardus5 de Schellenberch», Konrad von Rotenstein und anderer Verwalter des Klosters in welt- lichen Dingen («gubernatoribus quibus ecclesia nostra in temporalibus commissa erat gubernanda utiliter et regenda .. »). Original im Hauptstaatsarchiv München, Hochstift Augsburg n. 130. — Pergament 14,0 —14,4 cm lang X 26,4, Plica 1,7 cm. — Linke Seite durch Mäuse- frass bis 5,5 cm hinein vernichtet. — Die beiden beschädigten Siegel (Abi und Konvent) in neueren, spitzovalen, verschnürten hölzernen Siegelkapseln, die mit Datum und «Lade 6, Kasten 
P.» bezeichnet sind. - Rückseite: «Littera de Rot» (14. Jahrh.); «Anno 1293», 
«21-1» (16. Jahrh.); «G.6. Aa K.No 
No.» und «Kauffbrief umb etlich Güeter zu 
Rittenrott» (17. Jahrh.); «Hochstift Augsburg fasc. 10 1293. IV.— 
10» (Blei, modern); «130» (blau). — Beiliegend Ubersetzung auf drei Bogenseiten, Zettel und Regest (alles 17. Jahrh.). Druck: Monumenta Boica Bd. 33a S. 218. Regest: Büchel, Regesten zur Geschichte der Herren von Schellen- berg 11, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1903 n. 328 S. 105; W. Vock, Die Urkunden des Hochstifts Augsburg (1959) n. 151. — Erwähnt: Büchel, Geschichte der Herren von Schellenberg, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1907 S. 42 - 43. 1 Unterroth, LK Illertissen B. 2 Flurname in Babenhausen, LK Illertissen B. 3 Nach Vock, Flurname Eichach, Gde. Thal, LK Illertissen B. 4 Ulrich von Schellenberg, Landvogt in Oberschwaben. 5 Marquard von Schellenberg, Landvogt in Oberschwaben. 6 Rotenstein bei Grönenbach ob Memmingen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.