Vorbereitung und die Durchführung der Auswanderung, eine Beschrei- bung der Seereise, des Einwanderungsprozederes und der Weiterreise zum Bestimmungsort. Breiten Raum nahmen auch die Beschreibung der Arbeits- und Verdienstverhältnisse für die einzelnen Berufsgruppen sowie der geographischen, klimatischen und wirtschaftlichen Bedin- gungen der einzelnen Bundesstaaten ein. Das Studium der beiden Bücher bestätigt, dass sich die Autoren bemüht haben, ihr Versprechen zu halten, «die wichtigsten einschlägigen Verhältnisse in den einzelnen Staaten der nordamerikanischen Union . . . der Wahrheit gemäss und nur im Dienste der Wahrheit mit aller Nüchternheit darzustellen».71 Auf einzelne Passagen der beiden Bücher werden wir in der Folge noch zurückkommen. 2. Kapitel: Die Auswanderung «Ach, das ganze Land dort ist doch voller Engländer, und sie haben Indianerinnen geheiratet, welche dermassen in sie verliebt sind, dass sie ihnen alle Schätze, die sie haben, zu Füssen legen. Ich sage dir, dort gibt es mehr Gold als bei uns Kupfer, und so kommt es, dass auch ihre Bratpfannen und Nachttöpfe aus purem Gold gemacht sind. Und wenn sie Rubinen und Diamanten brauchen, dann spazieren sie des Feiertags an den Strand und sammeln einfach welche ein und behängen ihre Kinder und füllen sie in ihre Mützen . .. und überhaupt kannst du ganz frei dort leben, ohne Polizei und Anwälte und Schnüffler . . .»72 Diese Worte sprach ein englischer Kapitän im Jahre 1605 zu einem Auswanderungslustigen. Doch weder der Kapitän noch sein Gesprächs- partner hatten Amerika je gesehen. Das Zitat stammt aus einem Theaterstück, das der englische Dramatiker Ben Jonson73 im Jahre 1605 geschrieben hat, ebenfalls ohne selbst je einen Fuss auf amerikanischen Boden gesetzt zu haben. Die ersten englischen Siedler sollten erst ein 71 Ott, Vorwort, S. IX. 72 zit. n. Cooke, S. 62 f. 73 Ben J. Jonson, 1573 — 1637, englischer Schauspieler, Soldat und Bühnen- dichter. Schrieb auch Gedichte und Essays. 38
        

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