— lü- de Sigenheim. Lvdevicus de frenkingen. Magister Vlricus medicus. Ny- colaus monachus et custos in Raitenhaselach / et alii quam plures . Acta sunt hec Anno gratie M°CC°L IX0 VI0 Non. Maij. Datum in Burchvsen.8 Übersetzung Es ist bekannt, dass die Gefahr des Vergessens alles bedroht, was immer durch das Zeugnis der Schrift nicht gesichert ist. In Anbetracht dieser Tatsache sei daher allen, Zukünftigen wie Gegenwärtigen be- kannt, dass wir, Hartmann, von Gottes Gnaden Graf von Wer- denberg mit Zustimmung und Willen unserer Gemahlin Elisabeth, der Gräfin auf Kraiburg zu unserem und unserer Eltern Seelenheil der Kirche der hl. Maria in Raitenhaslach unseren Hof im Dorf Nieder- goltsau in die Hände des Herrn Abtes Heinrich in allen Rechten zu dauerndem Besitz übertragen haben. Damit aber diese unsere Schen- kung sichere Rechtskraft behalte, haben wir befohlen, diese Nieder- schrift mit unserem und unserer Gemahlin aufgedrückten Siegel zu be- kräftigen. Die Zeugen dieser Schenkung sind: Herr Otto von Frauen- berg, Heinrich Rorer, Heinrich Gästli, Friedrich von Mitterkirchen die Ritter, Otaker von Sigenheim, Ludwig von Frenkingen, Meister Ulrich der Arzt, Nikolaus der Mönch und Küster in Raitenhaslach und viele andere. Dies geschah im Jahre der Gnade 1259 am 2. Mai. Gegeben in Burghausen. Original im Hauptstaatsarchiv München, Klosterurkunden Raitenhas- lach n. 116. — Pergament 7,5 cm lang X 19,5, Plica 1,8 bis 2 cm. — Siegel: (Hart- mann von W'erdenberg) fehlt (so bereits Helbok 1920 — 25 nach dem Regest n. 485), gelbe Schnüre hängen abgerissen in einem Loch der Plica. Wie Helbok fest- stellt, war nach den Monumenta Boica Bd. 3 S. 157 (1764) damals das Siegel noch vorhanden und glich jenem an der Urkunde Baumburg n. 19 von 1258 Juli 11 («Sigill. Hartmanni de Werdenberch vid. Tom. II Monum . Boicor . Tab. II. num. 14») 
— 2. (Gräfin Elisabeth) hängt an roten Schnüren, oval, beschädigt, 5,6 cm lang X 4,4, gelblichgrau, Siegelbild abgewetzt, Frauengestalt, Umschrift beschädigt und abgewetzt, Buchstaben flüchtig, zusammengedrängt und teil- weise kursiv: + SE T PALA 
— Rückseite: «De nidergoltsau - Comes de 
werdenberch» (14. Jahrh.); «N. 
50» (ausgekratzt), «1259» überschrieben (16. Jahrh.); «Etting» (18. Jahrh.); «M.B.V. 118.Nro LIV p. 
157» (19. Jahrh.); «Kl. Raitenhaslach 
1259 V/2» (Bleistift, modern). Druck: Monumenta Boica 3 (1764) S. 157 n. 54; Perret, Urkundenbuch d. südl. T. d. Kt. St. Gallen (1961) n. 487. (Nach Monumenta Boica und Helboks Regesten).
        

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