— 8 — der Brüder von Baumburg verwendet werden. Zeugen: Hein- rich, ehemals Propst zu Baumburg, Ekh ar d, dort Kanoniker, Walther von Taufkirchen, Heinrich sein Sohn, Gebhard von Lanzing; Ministerialen: Ramung, Kämmerer der Gräfin, Konr ad von Westerperch, Heinrich von lschenpuoch, Konrad von Cholbaren und viele andere. Original im Hauptstaatsarchiv München, Klosterurkunden Baumburg n. 19. - Pergament 19 cm lang X 33,4, Plica 2,3 cm. — Siegel: 1. (Hartmann von Kraiburg-Werdenberg) hängt an violetten und grünen Schnüren in der Plica, spitzoval, nahezu dreieckig, an den Rändern abgewetzt, 5,4 cm lang X etwa 5,1, gelbgrau, im glatten Siegelfeld plumpe, roh gearbeitete Montforterfahne, Schrift- band oben am besten erhalten, erste Längsseite beschädigt, zweite Längsseite nur schmal angedeutet, abgewetzt. Umschrift: + HART / MANN — V/ IRT — Helbok (Regesten n. 480 Anm.) liest 1920-25 noch HARTMANN ... E..E. VIRT und schliesst sich Gulls Text (Die Grafen von Montfort, von Werdenberg- Heiligenberg, Archives heraldiques Beilage 1891 S. 44) an: HARTMANNVS COMES DE MONTVIRT 
- Abbildung bei Helbok, Reg. Beilage n. 7. - Perret, (Urkundenbuch d. südl. T. d. Kt. St. G. n. 479 Anm. ergänzt MONTEVIRT, wobei aber das deutliche E der Abbildung bei Helbok nicht an den richtigen Platz kommt. Zwischen E und V stand mindestens ein Buchstabe. Leider ist die Abbildung der Monumenta boica 2, Tafel II n. 14 von 1764 von geringem Wert; nach ihr lautete die Umschrift: HERMAN COMES - IPT ! 
- Das Siegel gehört in die Reihe der primitiven Siegel der Werdenberger Frühzeit, wie eines auch an der Johanniterurkunde von 1260 Juni 21 (s.. n. 6) hängt. Die groben Fehler im Namen deuten auf geringes Wissen und Können des offenbar in der Fremde engagierten Siegelslechers, also vielleicht mittelbar auf bedrängte finanzielle Situation Graf Hartmanns. Das obige und das Siegel von 1260 sind aber ver- schieden: das obige ist zwar ziemlich gleich gross, auf der Rückseite ebenfalls gleich, doch hat die Montforterfahne hier schmälere Lappen, ist im ganzen schmäler und hat beiderseits des mittleren Lappens ganz oben zwei niedrige Stege quer die dem Siegel von 1260 gänzlich fehlen. 2. (Pfalzgräfin Elisabeth) hängt an den gleichen Schnüren, spitzoval, 5,5 cm lang X 4,2, gelbgrau, im Siegelfeld plumpe Frauengestalt mit grossem Kopf von vorne, Umschrift: ELIS + ABETHA COITISA .. KBCH . FILIA 
. (Abbildung bei Gull, Die Grafen von Montfort, von Werdenberg-Heiligenberg S. 45). — Rückseite: Donacio Comitis hartmani de Chrayburch in Ecclesia 
Sytzendorf» (13. Jahrh.); «1258 P. Vdalricus imus 5. idus 
July» (17. Jahrh.); «N 12 litt 
H» (18. Jahrh.); «Baumburg Kl. 16 19/1 
(4)» (19. Jahrh.); «Baumburg fasc. 4 (M.B. II 
200)» (Bleistift 19. Jahrh.); «1258 Juli 
11» (19. Jahrh.); «19» (rot, modern). Ins e r t in der Klosterurkunde Baumburg n. 179, datiert Rom 1398 Mai 21.
        

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