Wirt Hans Abbrederis, der zugleich als Zolleinnehmer fungierte.2 Die Eintragungen in der Bludenzer Vogteiamtsrechnung über das Jahr 1577 (VLA Bregenz, Cod. 258, fol. 28 f.) unter der Rubrik «Aus- gaben der Uncostung und Zerung mit Einziehung beschraiter, ver- leumbder und sonst arckhwoniger Personen» haben folgenden Wortlaut: «Item den letsten Tag Monats Abbrellis ao. lxxvii, als gleich darfor der Fleckhen und das Dorff Schan in der Herrschafft Vaduz verprenndt und anzündt worden, ist ain Gartknecht, so eben selbiger Zeit durch- zogen, arckhwons halber zue Bürs3 fenngklich einzogen, genannt Hanns AUatstra ab dem Seefeld,4 welicher hernachen den 3. May wider ledig glassen worden; und darmit in allem verzert worden bey Hansen Abbrederis, so ich bezalt hab, 2 lb 8 ß.» «Item nachdem auf obengemelten letsten Tag Abbrillis zue Braz in der Herrschaft Sonnenberg auch ain Gartkhnecht, so für argwonig ge- halten, herumb hausiert, hab ich ainen Potten daselbst hin gefertigt, demselben aufzusehen; hab ich bemelten Potten zu Lon bezallt 8xr, 
facit 2&4d.» Am 20. Juli 1577 wurden wiederum «zwen Gartkhnecht Argkhwons halber zu der Zeit des grossen Geschrays reverendter Mordens und Prennens halben im Schweizerland und allenthalben herumb» ange- halten und in den Schlossturm verbracht. Diesen Fang feierten insge- samt zehn Personen beim Wirt Abbrederis, wobei die Zeche 4 lb 17 ß 6 d ausmachte, zuzüglich der Mahlzeiten für 2 lb 3 ß 
2 d, welche die Wächter der beiden Gefangenen zu sich genommen hatten. Am 1. August 1577 wurde nocheinmal eine Person, die sich offenbar nicht rasch genug legitimieren konnte, aufs Schloss gebracht, diesmal gar «ain Münich und Ordensman». Ziemlich sicher wies der Pater bald seine Unbescholtenheit nach; es heisst nämlich, dass er «nachmalen wider ausgelassen worden» sei. Immerhin hatte der Wirt Abbrederis 2 lb und 
10 d eingenommen. Elmar Schallert 2 z.B. Vogteirechnung 1578, fol. 29 : «Zoller Hanns Abbrederis, Würth alhie»; gestorben vor 1579, vgl. Vogteiamtsrechnung 1579, fol. 28. 3 Nachbarort von Bludenz. 4 wohl Seefeld in Tirol. 346
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.