Diese Daten gewinnen vor allem an Aussage, wenn das Verteilungs- raster der einzelnen Arten mit dem jeweiligen quantitativen Vorkom- men in den einzelnen Quadranten analysiert wird (siehe Muster- beispiel). Als stark bedroht müssen heute der Laubfrosch und der Teichmolch gelten. Auf wenige stabile Populationen zurückgedrängt, sind die Erd- kröte und der Wasserfrosch, während dessen der Grasfrosch und noch weit mehr die Gelbbauchunke und der Bergmolch immer wieder neue Kleinstbiotope finden. Ein Versuch der Analyse der Gefährdungsgründe müsste, nach Prioritäten gesetzt, für Liechtenstein folgende Reihenfolge aufweisen : a) Grundwasserabsenkung im Rheineinflussgebiet b) Überdüngung der Gewässer im Landwirtschaftsbereich c) Konkurrenz durch Raubfische (Forellen, Ellritzen etc.) d) Strassentod e) Zuschütten der Laichgewässer f) Pestizide ? Weite Teile des Talraumes liegen im Einflussbereich der Beziehun- gen zwischen der Rheinsole und dem umgebenden Grundwassersee. Die rapide Absenkung der Rheinsole hatte einen verheerenden Einfluss auf die Kleingewässer. Mit zunehmender Entfernung vom Rhein steigt der Einfluss der Hangwässer. Diese Gräben sind in der Regel stark durch die Landwirtschaft überdüngt, was ein Aufkommen der Amphi- bienlarven verhindert. In fast jedes bestehende Kleingewässer werden heute Forellen eingesetzt. Neben den Forellen können sich auch Ellritzen sehr ungünstig auf die Amphibienpopulation auswirken. Beispielsweise konnte belegt werden, dass ein juveniler Ellritzenschwarm in einem Teich (ca. 1000 m2 Ausmass) über 100 Laichballen des Grasfrosches im Jahre 1975 vernichtete (25). Der Strassentod spielt vor allem lokal eine wesentliche Rolle. Die Zuschüttung der Kleingewässer hat die grosse Bedeutung verloren, weil diese einen Stand erreicht hat, der kaum mehr weiter vorangetrieben werden kann. Die Gefährdung durch Pestizide ist von unserer Seite nicht abzuschätzen. Die Zerstörung der Laichgewässer durch direkte oder indirekte Massnahmen nimmt wohl insgesamt die bedeutendste Rolle bei der Gefährdung der Amphibienpopulation ein. 329
        

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