für den Menschen keineswegs lebensbedrohend, solange die Ansiedler sich nicht im Talraum sesshaft machten. Seit 1206 reissen allerdings die Urkunden (4) über die Rheinnot nicht mehr ab, d. h. Teile des Tal- bodens wurden urbar gemacht. «£5 gab Leute, welche eine zweite Sint- flut nahe bevorstehend glaubten, so hoch schwollen die Gewässer an», steht etwa in einer Chronik des Jahres 1566 (4). Wann die Bewohner erstmals begannen Schutzdämme gegen die hereinbrechenden Fluten zu erstellen, ist heute kaum mehr zu eruieren. Bekannt ist, dass man vorerst Wuhre zum Schutze der Fährstellen am Rhein errichtete. Die in der Flussrichtung verlaufenden Dämme wurden «Streichwuhre» genannt, während die berüchtigten «Schupfwuhre» die Flussrichtung vom eigenen, bedrohten Ufer ablenken und auf das des Nachbarn «hinüberschupfen» sollten. Und «geschupft» wurde des öfte- ren und dementsprechend auch gestritten. Die einzig mögliche Basis, nämlich die Verständigung und der gemeinsame Bau von Schutz- dämmen, kam erst um 1840 zögernd in Gang. Schon früher aber wur- den weite Teile des Talraumes gerodet und einer extensiven Grünland- nutzung zugänglich gemacht. Die ältesten vorhandenen Karten Liech- tensteins, aus den Jahren 1721 (5) resp. 1756 (6), weisen aus, dass das Der Rhein und seine Auen vor der Regulierung 301
        

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