c) Das Bronzeblech aus dem die Scheibe gefertigt wurde, zeigt erstaun- lich geringe Unterschiede in der Blechstärke auf. Es wurde an 9 Punkten, die über die ganze Scheibe verteilt waren, gemessen. d) Der Umfasungsring wurde aus Bronzeblech gerollt, was auf ein recht grosses handwerkliches Können schliessen lässt. e) In Beggingen, Bühlenhausen und Rottweil wurden Zierscheiben mit den gleichen oder sehr ähnlichen Ornamenten gefunden. Es wäre nun interessant festzustellen, ob nicht die eine oder andere Scheibe mit denselben Stanzwerkzeugen hergestellt wurde. Diese Vergleiche Hessen sich m. E. zuverlässig durchführen. f) Bei der Suche nach den Herstellungsstätten würde die genaue Ana- lyse der verwendeten Bronze mitunter weiterhelfen. Ich habe davon Abstand genommen, da ich zu diesem Zwecke etwas Metall hätte entnehmen müssen, was ich aber ohne ausdrückliche Bewilligung nicht tun durfte.» 3.) Die Umfassungsringe der Zierscheiben In unmittelbarer Nähe von 154 Zierscheiben wurden kreisrunde, heute oft leicht verzogene Ringe aus Elfenbein, Bronze oder Eisen ge- funden. Ihre lichte Weite ist stets etwas grösser als der Durchmesser der Scheiben. Zumeist wurden diese Ringe um die Scheibe herum- liegend gefunden. Möglicherweise lagen noch mehr Scheiben mit Um- fassungsringen zusammen, die aber bei mangelhafter Fundbergung, vor allem im 18. Jahrhundert, nicht beachtet worden sind. Schon früh wurde erkannt, dass die Umfassungsringe fast ausschliesslich im ost- fränkischen, alemannischen-und baiuwarischen Raum gefunden werden (siehe 4. Tragweise). Die westliche Streuungsgrenze der Umfassungs- ringe liegt am Rhein. Die Umfassungsringe bestehen aus folgendem Material: Elfenbein: 86 Stück Eisen massiv: 1 Stück Bronze massiv: 37 Stück Ebenholz: 1 Stück Bronze hohl: 25 Stück Knochen: 1 Stück 86 Umfassungsringe, also weitaus die grösste Zahl, sind aus Elfen- bein gefertigt. Umfassungsringe aus Elfenbein fanden sich im ganzen 283
        

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