1.) Die Verbreitung und die Typologie der Zierscheiben Das Hauptverbreitungsgebiet der merowingischen Zierscheiben liegt im ostfränkischen und alemannischen Raum (vergleiche die Gesamtver- breitungskarte; Abb. 2). Die wichtigsten Fundzentren sind am Ober- und Mittelrhein, im oberen Donauraum, im Bodenseebereich und am Neckar. Bis heute sind weit über 700 derartige Scheiben gefunden und beschrieben worden. Wie der Gesamtverbreitungskarte weiter entnom- men werden kann, wurden bis heute auch viele Scheiben in Nordfrank- reich, einzelne in Belgien, in Holland, in Schweden (Gotland), in Gross- britannien, in Italien und auch in östlichen Ländern aus Frauengräbern geborgen. Im schweizerischen Mittelland treten sie ziemlich häufig auf. Es ist anzunehmen, dass die von den Hauptfundorten weitentfernten Scheiben durch Wanderungen, Heiraten und vor allem durch den Han- del dorthin gelangten. Die Gesamtverbreitungskarte zeigt, dass die in Schaan gefundene Scheibe am weitesten in den Alpenraum vorgedrun- gen ist. Es ist das ein Parallelfall zum Gutenberger Rössener-Topf, der ebenfalls den südlichsten Fund aus dieser jungsteinzeitlichen Kultur darstellt, (s. Hist. Jb. 1936 / Seite 29). Dorothee Renner hat in ihrem Werke 699 Scheiben beschrieben und zeichnerisch dargestellt. Sie hat die Zierscheiben in 19 Haupttypen mit vielen Unterabteilungen gegliedert. Hier eine Zusammenstellung der verschiedenen Typen : Typl Radjörmige Zierscheiben mit 4 Unterabteilungen 
Typ II Zierscheiben mit gelreppten Speichen mit 9 Unterabteilungen 274
        

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