Unter «Haus» kann teils das Gebäude als solches, teils aber auch ein Anwesen (in Vertretung von Haus und Hof) vermeint sein. Der Name Hauszeichen dürfte deswegen seine Entstehung lediglich dem Umstände zu verdanken haben, dass die Zeichen am Hause, zumeist wohl oberhalb der Eingangstüre, angebracht waren. Diese wurden später durch Hausnummern ersetzt. Vor dem Jahre 1809 existierten nämlich noch keine solche Nummern, so dass diese in den alten Haus- zeichen-Verzeichnissen fehlen. Jene Listen mussten jeweils von Zeit zu Zeit erneuert werden, da die Besitzernamen mit jeder Handänderung wechselten. Eine solche Hauszeichen-Aufstellung gibt es von Gamp- rin.3 Sie trägt die Aufschrift «Zeichenzedell». Dieser sogenannte Zettel wurde letztmals im Jahre 1831 erneuert. Die älteste Aufzeichnung darin dürfte aber lange vor 1809 erfolgt sein. Die Zeichen sind gleichwohl bis zuletzt dieselben geblieben. Wir sehen deshalb von einer gesonder- ten Veröffentlichung dieser älteren Ausgaben ab. Die unten zum Abdrucke gelangenden Hauszeichenzusammenstel- lungen von Eschen (Waldaufseher Math. Hoop.) und Gamprin (Wald- aufseher Rud. Hasler) enthalten bereits die entsprechenden Haus- nummern mit aufgeführt, so dass auf Grund dieser Angaben für jedes altbenummerte Haus das einschlägige Zeichen ermittelt werden kann.4 Nachstehend zeigen wir von beiden erwähnten Gemeinden je ein Hauszeichen-Verzeichnis (mit Angabe der alten Hausnummern und der seinerzeitigen Hauseigentümer) : a) Hauszeichen und Hausnummern von Eschen (einschl. Nendeln) Hauszeichen Hausnummer Hauseigentümer (um 1889) (alte) 1 Anton Matt 3 Oberlehrer Alfons Marxer, Vaduz, hat dem Liechtensteinischen Landes- museum eine Kopie übergeben. 4 Pfarrer Fridolin Tschugmell notierte die wissenswerten Aussagen und stellte mir seine wertvollen Niederschriften in liebenswürdiger Weise zur Ver- fügung. Von Eschen besass ich allerdings bereits zuvor eine Liste; sie wurde mir von Arnold Hoop für einige Tage bereitwillig ausgefolgt. 233
        

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