Wanderung mit einem finanziellen Beitrag zu unterstützen. Schliesslich sah die Regierung keine Veranlassung mehr, die Auswanderung zu unterstützen, «da in Liechtenstein selbst Arbeitskräfte sehr gesucht sind».237 1958 schliesslich, als das Kolonisierungs- und Landwirtschafts- departement der Canadian National Railways Informationen für Aus- wanderungswillige anbot, teilte die Regierung mit, dass dafür wenig Interesse bestehe, «nachdem die jungen Leute in der hiesigen Industrie einen ordentlichen Verdienst finden.»238 Damit hatte die liechtensteinische Auswanderung nach Amerika, der sich seit 1845 Hunderte angeschlossen hatten, ihr Ende gefunden. Der Wohlstand im eigenen Lande liess die Reise ins «Land der unbegrenz- ten Möglichkeiten» in Vergessenheit geraten. Natürlich hat es auch in den letzten Jahren immer wieder Liechtensteiner gegeben, die sich in Amerika eine neue Existenz aufgebaut haben. Wirtschaftliche Not aber ist bei keinem der Grund für seine Auswanderung gewesen. Heute stehen andere Motivationen im Vordergrund: Berufliche Karriere, Freude am Reisen und — als einzige Gemeinsamkeit zwischen den Aus- wanderern von gestern und heute — wahrscheinlich auch ein bisschen Abenteuerlust. 237 LRA, 288/44, Reg. in der Beantwortung eines Gesuches um Auswande- rungsbeitrag. 238 LRA, 288/44, Reg. an Canadian National Railways, 30. 10. 1958. 147
        

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