Hand an, wenn es galt, einen Raum zu verschönern oder einen weiteren anzubauen. Unter dem Namen «Swiss Alpine Village» entstand im Laufe der Jahre ein Restaurant, das heute in verschiedenen, in folkloristischem Stil eingerichteten Räumen bis zu 600 Personen verpflegen kann und zu den bekanntesten in der Umgebung von Milwaukee gehört.230 3. Kapitel: Die Auswanderung nach dem Zweiten Weltkrieg Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die Auswan- derungswelle, die zum Ende der 30er Jahre ohnehin im Abklingen be- griffen war, gänzlich gestoppt. Eine Auswanderung nach den Vereinig- ten Staaten war praktisch nicht mehr möglich und erwies sich dank des wirtschaftlichen Aufschwungs, der in Liechtenstein einsetzte, auch nicht mehr als Notwendigkeit. Liechtenstein erlebte mit der Überwindung der Weltwirtschafts- krise und den Vorbereitungen auf den Zweiten Weltkrieg hin eine zweite Industrialisierungswelle, die vor allem durch drei Faktoren be- günstigt wurde: Einmal das grosse Arbeitskräftepotential, zum zweiten die steuerlichen Vergünstigungen und schliesslich die niedrigen Löhne, die zu jener Zeit noch weit unter dem schweizerischen Mittel lagen. 1936 gab es in Liechtenstein 8 Fabrikbetriebe mit insgesamt 404 Be- schäftigten. Obwohl der Aufbau neuer Betriebe während des Krieges schwierig war, erhöhte sich die Zahl der Betriebe bis 1945 auf 22, jene der Beschäftigten auf 693, und bereits 1950 zählte man in Liechtenstein 44 Fabriken mit insgesamt 1200 Arbeitern.231 Trotz dieses Aufschwungs war aber eine gewisse Unsicherheit in der Bevölkerung unverkennbar. Noch standen die Schwierigkeiten, die sich nach dem Ersten Weltkrieg ergeben hatten, den meisten in lebhafter Erinnerung, an einen wirtschaftlichen Aufschwung mochte man des- halb vorerst nicht in allen Teilen der Bevölkerung glauben. Der Ausweg hiess — wie schon zwanzig Jahre zuvor — Auswanderung nach 230 Interview mit Werner Büchel, Mequon/Wisc. 231 s. Schnetzler, S. 74 ff. 145
        

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