2. Einzelfunde Nach den Untersuchungen von Frau Ettlinger barg der Bereich de; Neubaues C jene Sigillata, welche die Zeitspanne vom frühen 2. Jahr- hundert (vgl. NRV 74/19) bis zum Beginn des 4. Jahrhunderts einfängt Die Fundnummern 73/17 bis 74/22, sowie 74/27 bis 74/29 geben übet Art und Alter der Keramikfunde Aufschluss. Für die Fixierung des Bau- beginns des Neubaues C sind diese Stücke, wie wir noch dartun werden, nicht aussagekräftig. Zum Fundbestand sind ferner auch sechs Lavez-Stücke zu zählen, die in unserer Gegend stets die römischen Kleinfunde begleiten. Ferner darf man hier nochmals an die Münze des Carinus (283 — 285 n. Chr.) erinnern, desgleichen an den spätrömischen Bronzekessel. Zu den Metallfunden gehören auch die 10 Nägel aus dem Areal des Neubaues C, ein unbekanntes Werkzeug und ein Eisenring von 40 mm Durchmesser. 3. Deutung, Datierung und Rekonstruktion Zur Funktion des bescheidenen Nebenbaues C kann man heute relativ wenig Schlüssiges sagen. Derartige, dem Herrenhaus vorge- lagerte Kleinbauten bemerkten die Archäologen in dem von Nendeln 2.5 km entfernten Gutshof von Schaanwald,42 in der grossen Anlage von Bredens, Gde. Rankweil, Vorarlberg,43 in Alpnach, Kanton Obwalden, Schweiz,44 in Entwiesen, Zurzach im Kanton Aargau,45 im Feigel- Römermatte in Ölten, Kanton Solothurn48 und an andern Orten mehr. 42 Adolf Hild, Römische Bauten zu Schaanwald, JBL 1929, 149 f., 153 f. Neben- bau G mit vergleichbaren Ausmassen, Innenraum 5.00 x 4.50 m. 43 Samuel Jenny, a. a. O., Mitteilungen der Zentralkommission, 15. Bd., Wien 1889, 159 ff., 164; Elmar Vonbank, Das römische Landhaus in Bredens, Bodenseeheft 1955, 6, p. 213 ff. Vgl. Raum VIII. 44 Leo Lienert, Heimatschutz in Obwalden, Sarnen 1974, 33 ff.; P. Emanuel Scherer, a. a. O., Mitteilungen der Antiqu. Gesellschaft in Zürich LXXX. Zürich 1916. 45 Repertorium, Die Römer in der Schweiz, Heft 4, Basel 1958, 17, Tafel 9, Abb. 3; Nebenbau B mit Herdstelle. 46 JSGU 1972/73, 57. Bd., 329 ff. (Lüdin). 52
        

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