hänge die Erkenntnisse um die prähistorische Besiedlung des Rhein- tales und Graubündens erweitert hat. Benedikt Frei wurde am 12. Oktober 1904 geboren. Während 36 Jahren unterrichtete er die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fä- cher an der Sekundärschule von Mels. Neben dieser Lehrtätigkeit be- suchte er Vorlesungen an der Universität Zürich und beschäftigte sich mit urgeschichtlichen Ausgrabungen. Bekannt sind seine Forschungen auf Castels, auf dem Montlingerberg, auf Ramosch im Engadin und an vielen anderen Stellen in Graubünden. 1966 wählte ihn der Regierungs- rat zum ersten sanktgallischen Kantonsarchäologen. Für seine Ver- dienste um die Erforschung der alpinen Frühbesiedlung verlieh ihm die Universität Zürich 1964 das Ehrendoktorat. Mit dem Erforscher der liechtensteinischen Urgeschichte, Dr. David Beck, verband ihn eine langjährige Freundschaft. Bei allen Grabungen, die dieser durchführte, angefangen bei denen auf dem Lutzengütle bis zu den Untersuchungen am Kastell und beim St. Peter in Schaan und auf Krüppel, war Benedikt Frei als Mitarbeiter und Berater tätig. An den langjährigen Grabungen auf dem Borscht war er massgebend beteiligt. Auch bei der Kirchengrabung in Bendern stellte er seine grosse Erfah- rung zur Verfügung. In seiner Arbeit über die Datierung der Melauner Kultur hat er neue Erkenntnisse über einen auch bei uns vorhandenen Kulturhorizont vorgelegt. Ihm verdanken wir auch die klare Herausarbeitung des Be- griffes der frühlatenezeitlichen «Schnellerkeramik» nach einem Fund- platz auf dem Eschnerberg und die Abgrenzung ihres Verbreitungs- gebietes. Im historischen Jahrbuch und in mehreren Vorträgen hat Benedikt Frei darüber berichtet. In Anerkennung seiner grossen Verdienste um die Urgeschichtsfor- schung in Liechtenstein wurde ihm im Jahre 1959 die Ehrenmitglied- schaft des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein ver- liehen. Als es galt, unser Landesmuseum neu aufzubauen, setzte sich Dr. Frei tatkräftig für eine fachgemässe Unterbringung des Museums- gutes, der «Urkunden der Landeskultur» ein. Er wurde als wissenschaftlicher Berater beigezogen und hat in tage- langer Arbeit das urgeschichtliche Material für die Ausstellungen, das VIII
        

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