Was die verschiedenen Bodenniveaus betrifft, so lagen diese in weit- gehender Anpassung an das gegen Nordwesten hin leicht fallende Ge- lände in unterschiedlichen Höhen. Die Zimmer 6, 7 und 8 besassen an- geblich gleiche Bodenniveaus, während die Baderäume 55 cm tiefer agen (Raum 19 natürlich ohne Hypokaust).12 ?. Kleinfunde der ersten Grabung An Metallfunden sind drei bronzene Zügelringe, Kettchen, Bronze- Dlech und Kummetbeschläge13 zu erwähnen; an Eisenfunden notieren die Fundregister: ein Vorlegeschlösschen, zwei Messer, einen Ham- mer, eine Schafschere, Nägel, Haken, Riegel, Schlüssel, Mauer- klammern und Henkel.14 Ferner eine bleierne Wasserleitungsröhre, sechs Glasscherben und Reste von Lavezgeschirr. Dazu kommt etwas Sigillata und Reibschüsseln.15 Erwähnenswert sind auch die vier in der 12 Samuel Jenny, JBL 1903, 192 ff., besonders p. 198. 13 Samuel Jenny, JBL 1903, 199 f., 203 Abb. 1-7; Stellwag erwähnte in seinem Verzeichnis, LRA ad 65/730, 1894 folgende Gegenstände aus Bronze: «ein Kettchen, ein Stück mit Niethen versehenes Bronceblech, ein Stück Bronce- draht, ein Sattelknauf (10 cm hoch, 10 cm breit) schön geformt und oben mit einem Bügel versehen . .. Ein herzförmiger Schild ... 6 cm hoch, 47 mm grösste Breite». Die Gegenstände stimmen mit dem Fundverzeichnis im Archiv der Fürstlichen Hofkanzlei, Wien, überein; Nr. 1096, 19. August 1897. 14 Samuel Jenny, JBL 1903 , 200; Verzeichnis im Archiv der Fürstlichen Hof- kanzlei, Wien, Nr. 1096, 19. Aug. 1897; die Schafschere hat Jenny in einem Brief an Stellwag 1896 skizziert, LRA Nr. 589 CC, 28. Mai 1896. Jenny erläu- terte auch die in Nendeln gefundenen Voluten einer Parierstange. 15 Samuel Jenny, JBL 1903, 201 f. Jenny erwähnte in einem Schreiben an Stell- wag auch ein Tonröhrchen, das als Bestandteil einer Halskette gedient haben soll. LRA Nr. 589 CC, 28. Mai 1896. Eine 25 cm lange Bleiröhre mit einer lichten Weite von 8 cm (Gewicht 3,3 kg) wurde auch in Brederis. Gde. Rankweil gefunden. Dort diente die Röhre zur Entleerung des Warmwasser- beckens. Vgl. Samuel Jenny, Mitteilungen der Zentralkommission, 15. Jahrg. Wien 1889, 161. Zur Datierung der 1893/96 gefundenen Keramik vgl. die Arbeit von Frau Ettlinger. Weiter zählte Jenny eine Reihe verschiedenartiger Tonwaren auf: Bruch- stücke von Rührschüsseln, teils von glatten, teils von solchen mit Barbotine- Verzierungen, ferner Bruchstücke grosser figurierter Schüsseln mit tanzen- den Faunen, Bacchantinnen, Gladiatoren, Masken, Hähnen, Blumen und Blättern. Zu den Funden aus Ton zählte Jenny auch fünf «Spinnwirten» mit 17
        

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