Araber entsprach die Grösse dieses Beckens der Dachöffnung, die als Lichtquelle zur Erhellung des Atriums gedient haben soll. Um das Atrium gruppierten sich die Räume 1 und 3 bis 12; dazu kamen an der jüdwestseite des Hauses die Räume 13 und 14 und an der Südecke die Susatzräume 15 und 16; an der Nordostseite der Anlage aber die 3aderäume und die dazugehörenden Einrichtungen (17 bis 21).10 Die ^äume der nordöstlichen Hausseite waren nach Jennys Darstellung ast alle beheizbar. Als zentrale Heizstelle diente der offene Hof (17). Von hier aus konnten mittels zweier Praefurnien die Räume. 4, 5 und 6 ;owie die Baderäume 19 und 20 erwärmt werden. Im mittleren Bau (5) mtwichen die Heizgase durch die in den Raumecken ausgesparten Ka- nine (e) ins Freie. In einem mit Steinplatten abgedeckten Kanal, der ;ich nach Eintritt in den Raum 4 in zwei Arme gabelte, die den berg- ;eitigen Zimmerecken zustrebten, erkannte Jenny eine vereinfachte "orm der Bodenheizung. Die Ausgräber vermuteten in diesen Bereichen bauliche Veränderungen, versuchten aber nicht, diese zu deuten. Das Simmer 3 war mittels einer Türe (g) vom Raum 4 aus erreichbar. Im 3rundrissgeviert 6 fanden die Ausgräber zu Ende des 19. Jahrhunderts 72 Sandsteinsäulen samt dem aufgelegten Boden (suspensura) von 18 cm Dicke und den darunterliegenden Hohlraum von 42 cm Höhe, welcher die Zirkulation der Heizgase ermöglichte. Für diesen Raum lahm Jenny eine Erwärmung mittels zweier Kanäle (h) vom Warmbad ler an, was sich aber angeblich als wärmetechnisch ungenügend erwie- ;en haben soll, weshalb das Präfurnium (i) in der Nordecke des Atriums ipäter errichtet worden sei. Der langgestreckte Rechteckraum 7, welcher las Atrium gegen Nordwesten begrenzte, galt als Halle, welchen die «ganze Familie zur Sommerszeit» benützte. Zu Ende des 19. Jahrhun- lerts waren hier noch vier Türen erkennbar (c, d, k, 1), die nach aussen, ns Atrium und in die seitlichen Zimmer führten. Der an den Westrisa- iten anschliessende Raum 9 wies ein Hypokaust auf. Angeblich haben !5 Pfeilerchen (pilae) den Boden getragen; davon sollen 19 aus Sand- ;tein gehauen gewesen sein, zwei aber waren mittels Tonplatten ge- ichichtet; vier Pfeiler seien abhanden gekommen. Der Raum 10 schien lach den Berichten und Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert nur von ler Südwestseite her (o, p) erschlossen gewesen zu sein. Da in diesem -leizraum viele Teile von Pferdekummeten gefunden wurden, deutete 0 Samuel Jenny, JBL 1903, 193 f. 15
        

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