male» im Jahre 1897 veröffentlichte, und sechs Jahre später druckte man den Aufsatz im Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein ab.3 Es ist durchaus möglich, dass bei Grabungsarbeiten für eine Wasserleitung vom nahen Waldrand zur Siedlung Nendeln erstmals die alten Mauern angegraben worden sind. Auch die Meldung von Streufunden an den Landesverweser Stellwag können die Grabun- gen veranlasst haben.4 Die Ausgrabungen und ihre Ergebnisse erregten Aufsehen. Als Fürst Johannes II. von Liechtenstein 1896 in Vaduz weilte, legte ihm der geschichtsbewusste Landesverweser die Einzel- funde aus Nendeln «im Regierungsbureau» vor, «welche das höchste Interesse» des Fürsten erregt haben.3 Das Wiener Fremdenblatt berich- tete 1897, dass die Villa von Nendeln «16 Abtheilungen, darunter drei für Badezwecke» aufgewiesen habe und dass Einzelfunde gemacht wor- den seien.0 Die Pressenotiz erweckte erneut die Aufmerksamkeit des Fürsten, und einen Tag nach Erscheinen der Zeitungsnotiz verlangte Fürst Johannes II. von Carl von In der Maur, dem Nachfolger des früh- verstorbenen Landesverwesers Stellwag, weitere Nachrichten." Die Meldung über die Nendler Ausgrabungen wurde auch von 3 Der Hinweis im JBL 1900, 191, wonach der Bericht Jennys im Jahre 1900 erschienen sei, ist unrichtig. Jenny hat den Bericht über Nendeln 1897 ver- öffentlicht: Mitteilungen der Zentralkommission 23. Bd., Wien 1897, 121 ff. Die Ausgrabungen wurden in der Fachliteratur immer wieder erwähnt: Nachdruck Jennys Arbeit im JBL 1903, 189 ff.; Jahresbericht des Vorarl- berger Landesmuseums-Vereins, V. 38, 1899, 21 f.; Erwin Poeschel, Die Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein, Basel 1950, 227; Georg Ma- lin, Das Gebiet Liechtensteins unter römischer Herrschaft, JBL 1958, 62 ff.; Hinweise zur Gesamtproblematik, Elmar Vonbank, Franz Neumann, Lexi- kon der ur- und frühgeschichtlichen Fundstätten Österreichs. Vorarlberg bearbeitet von Vonbank, Wien 1965, 174 ff.; Benedikt Bilgeri, Geschichte Vorarlbergs, Bd. 1, 1971, 27, 224; Bernhard Overbeck, Das Alpenrheintal in römischer Zeit, 2. Teil, München 1973, 157 f. 4 Stellwag berichtete am 31. Oktober 1893 an den Fürsten in Wien, dass bei Arbeiten auf dem Grabungsareal vor nicht allzu langer Zeit ein «säulen- artig» behauener Stein, mit Inschriften bedeckt, gefunden worden sei. LRA Nr. 1200, 31. Oktober 1893. 5 Archiv der Fürstlichen Hofkanzlei, Wien, Nr. 1096, 19. August 1897. In der Maur an den Fürsten. 6 Fremdenblatt Nr. 225, Wien, 15. August 1897. 7 Telegramm Nr. 86/17, 16. August 1897, 7.40 Uhr. 13
        

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