Für die Rückreise des Fürsten mit der Braut hatte ein Voraustrain an den Poststationen insgesamt 300 Postpferde bereit zu stellen und für die Nächtigungsmöglichkeit für etwas über 30 Personen zu sorgen. Am 15. September brach der Fürst mit der Braut und dem Gefolge auf. Die Reise war so organisiert, dass man früh zwischen 6 und 7 Uhr auf- brach und trachtete, jeweils mittags am nächsten Nächtigungsort ein- zutreffen. Nachmittags gab es Empfänge und Festlichkeiten. So fand auf der ersten Station in Mantua ein grosses Fest mit Illumination der Gebäude statt. In Lienz wurde die Braut von den Standschützen emp- fangen. Im Schloss Porcia in Spittal an der Drau erwarteten 260 Berg- knappen mit Musik die Reisenden, und in Schloss Neuwieden nahmen die Herrschaften an einer grossen Bauernhochzeit teil. Für die tägliche rund siebenstündige Reise war ein dreimaliger Pferdewechsel vorbe- reitet. Die einzelnen Stationen der Reise waren Mantua, Ala, Trient, Bozen, Brixen, Niederdorf, Lienz, Spittal an der Drau, Klagenfurt, Schloss Schrattenberg bei Scheifling (Steiermark), Schloss Spielfeld bei Knittelfeld, Neuwieden, Stuppach. Hier wurde die Reisegesellschaft vom Kaiser erwartet, und am nächsten Tag, den 1. Oktober, langte man nach 17tägiger Reise in Wien ein. :•: gase t v Ansicht von Wien Merian, Topographie, 1642 ff. XL VII
        

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