2te Abtheilung A Weingüter in der oberen Land- schaft Vaduz. 1. Der herrschaftliche Weingarten Bock zu Vaduz liegt am nördlichen Ende des-Dorfes ob der Landstrasse, ist ringsum mit einer Mauer einge- fasst, und hat, den neben der Mauer befindlichen Rand zur Zufuhr, und 137 Zugang nicht mit eingerechnet, eine Area von 8206 Kl die Klafter zu sieben Schuh gerechnet. Am ostsüdlichen Ende desselben stehet der im guten Baustande er- haltene Torkel, mit 2 Torkelbäumen, und inwentarischem Geschirre. Die Laage ist vortreflich, das Erdreich mit viel Rüfematerie ver- mischt. Er ist durchaus, wenige edle weisse Reben ausgenommen, mit den bessten Rothen Reben ausgesetzt, giebt in guten Jahren über 30 Fu- der Wein, das Fuder zu 80 Viertl, das Viertl zu acht Maass gerechnet. Das Gewächs ist das besste im Lande, und wird höher als jeder an- dere Weinmost verkauft. Er ist in zwölf Beete getheilt, und wird dermahl von den Vaduzer Unterthanen im Taglohne dergestalten bearbeitet, dass jedem eine ge- wisse Strecke nach Klaftern zugewiesen ist, worinn er alle Arbeiten ohne Unterschied, als Gruben, schneiden, hauen, binden, falgen, köpfen, und dergleichen, das blosse Wimmeln ausgenommen, verrichten, Band, und Stecken beischaffen muss, und von 100 grossen Klaftern Fläche eine Zahlung von jährlichen 9 fr erhält. Er war zwar vorher um den halben Nutzen in Bestand verlassen, indessen war die Obrigkeit bei einer sogestaltigen Benützung im Wein- absatze gehindert, musste 138 sich beim Verkaufe nach dem Weinpreise den die Beständer machten, richten, der, wenn sie, wie oft der Fall war, Geldmangl hatten, nicht 305
        

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