Zur Herstellung des letzteren trug damals 89 das fürstliche Renntamt aus dem Grunde wahrscheinlich, weil die Obrigkeit den halben Zehent bezieht, die halbscheidigen Kosten bei, und seit jener Zeil sollen auch die halben Reparaturskosten von Herr- schaftswegen betritten werden. Da die Obrigkeit keineswegs Patron dieser Pfarrpfrund ist; denn sie wurde ehedem von der Stadt Feldkirch besetzt, in der Folge riess aber Bayern das Patronat an sich, — so scheint diese der Obrigkeit blos des halbscheidigen Zehents wegen überbundene Last, ihr nicht ganz de jure zuzugehören; weil a aus dem Eigenthume des halbscheidigen Zehents diese Beschwerde nach den Uibungen des Landes nicht folgen kann, Die Obrigkeit hat in mehreren Gemeinden, wie zum Beispiel zu Schaan neben anderen Kondezimatoren Antheil am Zehent, ohne dass weder sie, noch die an- deren zur Konkurrenz am Pfarrhof, und Kirchenbau gezohen werden könnten. Der Zehent ist vielmehr ein abgesondertes, mit dem Patronate, und dem Unterhalt der Kirchengebäude in keiner Verbindung stehendes Gefäll, was schon daraus einleuchtet, dass in mehreren Gemeinden der Zehentbezug bei Privaten ist. b hat das Kloster St. Johann, nach ihm Bayern, und nun Oestreich einträgliche Güter, von denen es zum Theile den Pfarrer unter- 90 halten muss, weil es ihm jährlich an baarem Gelde 60 fr, und 140 Viertl Wein abzureichen hat. Liegt ihm die Erhaltung des Pfarrers ob, warum sollte es nicht auch die Unterhaltung der pfarrherrlichen, und Kirchen- gebäude auf sich nehmen. c kann kaum erwiesen werden, dass die Herrschaft in früheren Zei- ten zum Pfarrhofe, oder Kirchenbau concurirte, vielmehr scheinen beide Gebäude vom Priorate in Baustand gehalten worden zu seyn. Zweifelsohne wird bald der Bau einer neuen Pfarrkirche zur Sprache kommen, weil er nothwendig ist, und dann dürfte auch die Frage in Erwähnung gebracht werden; ob, und was die Obrigkeit zum diess- 273
        

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