Von Haus, und Gütern müssen jährlich der schaaner Pfarrkirche sechs Pfund Schmalz, und 1 fr Geld, dann ins Renntamt 35 x gezinset werden. An Fruchtzinsen bezieht sie 2 Schäffel, und drei Viertl Körner. An Schmalzzinsen jährlich 36 Pfd. An Wein aus dem herrschaftlichen Weingarten Bock jährlich vierzig Viertl. Dieser Bezug gründet sich lediglich auf uralte Uibung, ohne dass hierüber die alten Urkunden Aufschluss gäben. Von Privaten dreizehn Viertl Weinmost. An Pfenningzinsen jährlich 1 fr. An Kapitalien bestehen bei Privaten elociert 3471 fr. Der Hofkaplan wird zu Schaan gewöhnlich nur der Frühmesser ge- nannt, deswegen weil er gegen deme, dass ihm die Gemeinde das be- nötigende Brennholz abreichet, sich verbindlich machte, der Gemeinde den Fruhgottesdienst zu halten, allein diess ist keine Schuldigkeit, die der Stiftung anklebt, daher sie für künftige Zeiten nicht als bestimmt angenommen werden darf. Neben der Pfarrkirche bestehen hier noch 85 zwei Filialkirchen, die eine ist die Kapelle St. Peter, die unter herr- schaftlichem Patronat stund, in der Folge aber aufgehoben, und der Gemeinde geschänkt worden ist, die sie bis itzt noch im Baustande er- hält, und worinn zu mehreren Zeiten des Jahres Gottesdienst gehalten wird. Die zweite ist die Maria Hülfkapelle ob Dux östlich ober Schaan, ein Wahlfahrtsort, worinn zu verschiedenen Zeiten vermög Stiftungen Messen gehalten werden. Sie hatte ein Vermögen von 6000 fr, weswe- gen ihr 4000 fr für den Schulfond abgenommen, und nur 2000 fr zur Bestreitung der Stiftungen, und Apparamente belassen sind. Der Fruchtzehent ist bei dieser Gemeinde mit jenem von Vaduz vermischt, und wird unter die dort angeführten Antheilnehmer ver- theilt. Der Obst und Weinzehent gehört der Pfarrpfrund ausschlüsslich, bis auf den Weinzehent von den Reben im schaaner Neuguth, wovon als von einem Neugereutzehent der Pfarrey zwei Theile, und der Herrschaft der dritte Theil gehört. 270
        

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