72 nicht unbedeutende Güter /: sie sind in dem Amtsbericht vom 8ten Dezember 1812, wo auf Einziehung derselben der Antrag geschah, um- ständlich beschrieben :/ — das Patronat über die Kirche, und Pfarrey, — und das Obereigenthum des sogenannten Wolfingerschen Lehens, — gehören. Nach dem pressburger Frieden, als Vorarlberg an Bayern fiel, wollte dasselbe auch Guttenberg cum apertinentiis 
ansprechen; —- Ostreich behauptete hingegen, es wäre eine davon unabhängige Besitzung; — daher die Einkünfte von diesen Gütern bis zur Beendigung der Differen- zien in amtlichen Beschlag genommen, und noch itzt sequestrirt werden; ohngeachtet diese Güter zweifelsohne wieder an Ostreich zurückfallen werden. Der Ertrag ist nicht bedeutend, und nichts weniger als dem wahren Werthe der Güter angemessen; er besteht in jährlichen 500 fr die die Gemeinde Balzers seit undenklichen Zeiten als Pachtschilling zahlt. Beim Verkaufe an Private könnten einige zwanzig Tausend Gulden erlöst werden. Die Pfarrkirche, die neben andern Gebäuden, samt dem Pfarrhofe im Jahre 1795 abbrannte, wurde erst vor wenigen Jahren neu gebaut, wozu die Bewilligung 73 von der Insbrugger Landesregierung schon zu einer Zeit erfolgte, als Ostreich noch im ruhigen Besitze Tyrols, und Guttenbergs war. Se. Durchlaucht erklärten sich damals, als Kondezimator den sie- benten Theil der Kirchen, und Pfarrhofsbaukosten beitragen zu wollen, was auch die kaiserlich oestreichschen Behörden für bekannt annah- men, und Anweisungen zur Erhebung der nothwendigen Kosten er- liessen. Indessen gerieht durch die im Jahre 1806 für sich gegangenen Län- derveränderungen und die eingetrettene Sequestrazion der Guttenber- ger Gefälle alles ins Stocken; die angewiesenen Baugelder wurden nicht ausgezahlt, weswegen die Gemeinde, da sie ohne Pfarrkirche länger nicht mehr seyn konnte, gezwungen war, aus eigenem, und mit aufge- 262
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.