Wie reiste man vor rund 200 Jahren von Wien nach Parma, wie reiste der Fürst von Liechtenstein, der als Abgesandter des Deutschen Kaisers diesen in einer hochwichtigen Funktion, nämlich der Ehe- schliessung seines Sohnes, des Thronfolgers, in Parma zu vertreten hatte. Als die Vermählung des Erzherzog-Thronfolgers Josef, des nach- maligen Kaisers Josef IL, mit der Infantin Herzogin Isabella von Parma beschlossene Sache war, betrauten dessen Eltern, Kaiser Franz Stefan I. und Kaiserin Maria Theresia den Fürsten Josef Wenzel von Liechten- stein mit der Aufgabe, die Braut in Parma einzuholen und nach Wien zu geleiten, wobei man Wert darauf legte, dass diese Zeremonie mit grosser Prunkentfaltung durchgeführt würde. Dass die Wahl auf den Für- sten Josef Wenzel fiel, hatte ver- schiedene Gründe. Massgebend waren nicht nur die grossen Ver- dienste, die sich Josef Wenzel als Feldherr und Diplomat erworben hatte. Er nahm am Kaiserhof in Wien unbestritten den ersten Platz ein, und seine Vorliebe und sein Geschick für festliche Reprä- sentationen hatte er schon wie- derholt unter Beweis gestellt. Der Fürst war ein Meister eleganter Pracht, er war von Ruhm um- strahlt und von Verdiensten ge- krönt. Wie wichtig der Kaiserin diese Angelegenheit war, geht Bildnis des Fürsten Josef Wenzel, 1740 aus einem Brief hervor, den sie Hyanzinthe Rigaud dem Fürsten schrieb. Darin heisst Fürstliche Sammlungen es: «Lieber Fürst Liechtenstein, man bringt mir die angenehme Antwort des Fürsten, dass er uns den Gefallen tut, die Absendung nach Parma anzunehmen. Niemand hätte mit mehrerem Vertrauen und Anständigkeit als der Fürst diese ange- nehme Commission vor uns und unser Haus verrichten können und wir hätten auch nicht leicht ein grösseres Merkmal unseres Vertrauens dem XXXIX
        

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