Wenn gleich dieses Produkt einen eben so grossen Nutzen, als schlechtes Heufutter abwirft, weil es aus Mangel eines andern Gest- röhrs zum Einstreuen, und Dungmachen stark gesucht, und gut bezahlt wird, so lässt sich doch nicht verläugnen, dass der Boden bei möglicher ordentlicherer Kultur einen viel bedeutenderen Ertrag abwerfen würde. Kleinere Bäche strömen fast in jedem Gemeindsterritorio der oberen Landschaft mehrere vom Bergrücken herunter, wovon einige Mühlen treiben, aber sie sind von keinem Belange. Die merkwürdigeren sind: der schaanwalder Mühlgraben, der im Schaanwalde entspringt, die dortige Mühle treibt, und sich in den Eschgraben verliert. Der Nendler Bach, der eben am Fusse des Bergrückens entspringt, ober Nendeln eine 24 Brettsäge treibt, und sich so, wie der vorige in den Eschgraben ergisst. Dieser wird bei anhaltendem Regenwetter von Rüfen begleitet. Der Schwabbrunnengraben, der ober der Landstrasse am Fusse des Berges entspringt, über das Ried hinfliesst, das Vaduzer und Schaaner Ried von dem Eschnerberger scheidet, und sich sonach gleich dem vorigen in den Eschgraben ergiesst. Der Mühlgraben zwischen Schaan, und Vaduz, der so, wie die vori- gen am Fusse des Gebirges entspringt, eine in Privathänden stehende Pülvermühle, sämtliche herrschaftliche Mühlen im Mühleholz, eine Wasserschmitte, eine Gypsmühle, und zwei Brettsägen treibt, und sich sonach in den Rhein verliert. Der Triesnerberger, und Triesner Mühlgraben, der ziemlich hoch am Triesnerberge ober der Pfarrkirche auf der sogenannten Pleike ent- steht, in beiden Gemeinden die Mühlen treibt, und nicht weit von Triesen unter der Strasse in Rhein geht. Der Balzerer Giessen, der gerade auf der Graubündner Gränze am Fusse eines sehr steilen hohen steinernen Berges aus einer unter der Landstrasse hervorgehenden, mehrere Klafter breiten, einem Wasser- spiegl gleichenden Wasserquelle, der St. Katharinenbrunnen genannt, beginnet, 231
        

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