eidigt.32 Am 24. November trafen die beiden Beamtenehepaare in Feld- kirch ein. Hier musste Schupplers Frau wegen einer Fehlgeburt mehrere Tage ärztlich behandelt werden.33 Die Befürchtungen Schupplers wegen der Versetzung nach Vaduz waren nicht unbegründet gewesen. Am 7. Dezember 1808 übergab Landvogt Menzinger seinem Nach- folger sein Amt.34 Vermutlich am selben Tag hielt Schuppler seine An- trittsrede und verkündete dem Volk bzw. dessen Vertretern sein für die weitere Entwicklung des Landes so folgenschweres «Regierungspro- gramm». Wir sind über die anschliessende Amtstätigkeit des Landvogts im Lande gut informiert,35 wissen aber sehr wenig über den Privatmann Schuppler, der meistens «hinter der unpersönlichen Maske des Beamten versteckt ist».30 In seinen wiederholten Gesuchen um Rückversetzung auf eine Stelle in seiner Heimat gibt er vereinzelt Einblick in seine per- sönlichen Verhältnisse. — Schuppler fühlte sich nie recht wohl im Lande. Er sehnte sich stets nach seiner Abberufung aus Vaduz, in der allein er eine «günstigere Zukunft» sah. Viele Jahre hoffte er vergebens auf die «glückliche Stunde der Erlösung». Er war «untröstlich» und «tief gerührt», dass er bei verschiedenen Amtsbesetzungen wiederholt übergangen wurde. Als Landvogt fühlte er sich im Lande «als ein . . . mit allen möglichen Geschäftsmissgeschicken isoliert kämpfendes Sub- jekt».37 Auch als Familienvater hatte er seine Sorgen. Zwischen 1810 Stadt als Patinnen bei Taufen von Kindern Schupplers. Therese Zelinka wohnte 1823 wieder in Hohenstadt. (LLA Mikrofilm Taufbuch Schaan). Schuppler hatte offensichtlich erreicht, dass 
der mit ihm verwandte Peter Zelinka anstelle des ursprünglich vorgesehenen Kanzleischreibers Thomas Budig aus Butschowitz als Gerichtsaktuar nach Vaduz versetzt wurde. (LLA SR B3, Nr. 1 pol., 16. Sept. 1808, HKW an Rentmeister Smieth.) 32 a. a. O.; Malin, S. 47. 33 LLA'SR B3, Nr. 16 pol., 9. Jan. 1809, Reiseconsignation. 34 LLA SR, ohne Signatur und ohne Nummer: «Amtsuibergabe von dem ab- tretenden Herrn Landvogt Menzinger an den neu antretenden Joseph Schuppler», 7. Dez. 1808. 35 vgl. Malin, Quaderer, Ospelt. 36 Quaderer, S. 35. 37 LLA SR B3, Nr. 210 pol., 25. April 1826, Schuppler an HKW. (Abschrift) 207
        

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