Material in einer Flüssigkeit gedient haben, also z. B. von Kräutern und Gewürzen in Öl oder Essig.4 Es lassen sich im Ganzen ca. 17 Exemplare feststellen. Davon gehören 12 aufgrund des gleichartigen, hellbraunen Tones, der stark mit Glim- mer durchsetzt ist, zu einer Gruppe. Von dieser haben mehrere einen roten Überzug getragen. Einige fallen auf durch einen besonders dichten Steinchenbelag, der ganz gerade abschliesst, bei zweien sind keine Steinchen nachweisbar. Nur in 3 Fällen liegt die speziell im rätischen Gebiet häufige Form mit einer leichten Kehlung innen unter dem Rand vor. Diese Reibschalen sind typisch für alle mittelkaiserzeitlichen Sied- lungen vor allem in der .Ostschweiz bis zu deren Ende in der Zeit der Alamannenstürme des 3. Jh. Die meisten Reibschalen von Nendeln haben jedoch diese Kehlung nicht und auch der hellbraune, glimmer- haltige Ton ist in der Nordostschweiz ungebräuchlich. Er fand sich jedoch an Reibschalen mit jüngerer Profilbildung im Kastell Schaan und dürfte auf nahe gelegene Tonlager hinweisen.5 Die restlichen 5 Exemplare unterscheiden sich von der Hauptgruppe im Ton und gewissen Formeigenheiten. Alle vorhandenen Fragmente sind aber zu klein, um eine genauere Formenanalyse des Profiles vor- zulegen. Eines steht jedoch fest: Es findet sich dabei kein spätrömisches Stück mit den typischen Profilen wie sie in Schaan und an zahlreichen anderen Orten in Rätien belegt sind und es ist auch nirgends irgendein Rest der charakteristischen gelbgrünen Glasur zu sehen.8 4 Eine neuere Zusammenfassung über die Verwendung von Reibschüsseln fin- det sich bei E. Dolak, Die römerzeitliche Gebrauchskeramik von Veldina, Innsbruck 1972, 13 ff. Man vergleiche auch dort Taf. 5 mit unseren Profilen. Noch besser jetzt D. Baatz, Reibschale und Romanisierung, in Rei cretariae romanae fautorum Acta 17/18, 1977, 147 ff. 5 E. Ettlinger, Die Kleinfunde aus dem spätrömischen Kastell Schaan, JBL 59, 1959, 253. 6 Man vergleiche ausser Schaan (Anm. 5) die zahlreichen Reibschalen bei J. Garbsch, Der Moosberg bei Murnau, München 1966, Taf. 45 — 
51. — Ebenda, Taf. 39, 6—10 vergleiche man mit der Argonnen-TS-Scherbe hier Taf. 1, 7. 178
        

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