Herkunft und Datierung der Sigillata Die Aufgliederung der Sigillata nach Fabrikationsorten kann nich' eindeutig vorgenommen werden, weil keine Töpfer-Stempel gefunder wurden und auch die bestimmbaren Reliefs nur eine ganz kleine Zah ausmachen. Immerhin lassen sich danach Vermutungen aussprechen. Ein einziges Stück, nämlich der Teller Dr. 18/31 könnte der Forrr nach noch südgallisches Produkt sein. Mittelgallische Herkunft ist je- doch innerhalb des sonstigen Bestandes wahrscheinlicher. Dieser Tel lerrand ist gleichzeitig das älteste Fundstück und könnte noch aus dei Wende vom 1. zum 2. Jh. n. Chr. stammen. Aus der mittelgallischen, grossen Töpferzentrale von Lezoux kamer nachweislich oder mit einem hohen Grad von Wahrscheinlichkeit 
z Reliefschüsseln, von denen kleine Bruchstücke zeugen. Ihre Herstellung ist in die 2. Hälfte des 2. Jh. zu datieren. Eine Schüssel ist vielleich dem Töpfer Divixtus zuzuschreiben, eine andere dem namenloser Töpfer «M-l». Aus dem Töpferzentrum von Rheinzabern, das im 2. und früher 3. Jh. die Rhein- und Donaugrenze des römischen Reiches mit imponie renden Mengen von Sigillaten beliefert hat, stammen mit Sicherheit f und wahrscheinlich weitere 6 Reliefschüsseln. Die festgestellten Töpfei sind «Victorinus I» mit zwei Schüsseln, «Comitialis IV» und vielleich «Cerialis II oder III». Die übrigen waren nicht zu identifizieren. Auf grund von münzdatierten Schichten Hess sich in Lauriacum - Enns ir Oberösterreich der Import solcher Schüsseln in die Zeit des späten 2. — frühen 3. Jh. datieren.1) Zwei Fragmente müssen nach ihrer Form und dem Aussehen de: Ton- und Überzugmateriales aus den Fabriken des 4. Jh. in den Argon nen importiert worden sein. Die restlichen Sigillaten entziehen sich einer genauen, sicheren Zu Weisung. Die Schüsseln der Form «Lud. Tf» und die Schale «Lud. SMb> sind typische Formen von Rheinzabern, ebenso die Reibschalen. Auel von allen anderen Typen ist am ehesten Rheinzaberner Fabrikat anzu nehmen, aber nach Ausweis der sicheren Schüsseln Dr. 37 von Lezou: 1 P. Karnitsch, Die Reliefsigillata von Ovilava, Linz 1959, 47 ff. 176
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.