lagen ab (486.19). Vermutlich hatte sich die nordöstliche Fortsetzung zu Stufen, die zum Feuerloch führten, umgewandelt. Nach den Angaben von Samuel Jenny überragte die hofseitige Abschrankung, die zudem gegen den Raum 17 hin keine eigentliche Mauerkante zeigte, «den un- teren Hypokaustboden 5» nicht.76 Der Raum 18 schien sich hier geöffnet zu haben (Profil LM 0 — 2, Beilage V; Abb. 17, 22). Beim Raum 19 handelt es sich um einen beinahe rechteckigen, 2.60 (2.70) x 3.70 (3.80) m messenden, hypokaustierten Raum, der an die Nordostfassade des Herrenhauses angefügt worden war und gegen Nordosten eine aus der Raumachse gegen Norden verschobene, halb- runde, leicht gestelzte Apside aufwies. Der Mörtel quoll allenthalben als graubeige, grobkörnige Masse zwischen den Steinen hervor. Gegen die Hangseite (Südost) blieb die 60 cm breite Mauer in sechs Steinlagen (486.59/485.89 UK) in einer Höhe von 70 — 80 cm erhalten. Die Mauer besass kein Vorfundament. Sie diente auf einer Länge von 2.65 m auch als talseitige Begrenzung des Depotraumes 18, ohne mit dessen Gemäuer in Verband gewesen zu sein. Alsdann durchstach das 45 — 50 cm breite Feuerloch die Mauer. Das Präfurnium fiel durch die additive Art der Mauerstellungen auf, wobei die Aufführung der verschiedenen Mauerteile vermutlich gleich- zeitig erfolgte, was aus der Gleichartigkeit des Mörtels geschlossen wer- den kann. Das Feuerloch selbst flankierten 50 cm lange Sandsteinsäulen mit einem Durchmesser von 20 bis 24 cm. Diese Pilae lagen hier offen- bar in zweiter Verwendung. Die südöstliche Seite des Feuerstollens verlängerte eine 1.60 m lange und 55 cm breite und ungefähr 80 cm hohe (486.65/485.86 UK) Flügel- mauer, deren hangseitiger Kopf die erwähnten Tuffsteine zeigte. Die Mauer war zugleich nordöstlicher Abschluss des geschilderten Depot- raumes 18. Zwei Molassesandsteine bezeichneten die vom Feuer am intensivsten bestrichene Stelle; und drei weitere Bruchstücke desselben Materials stützten die Spolien rückseitig ab. Gegen Nordwesten wiesen die Sandsteine über die Mauerdicke hinausragend das Feuer in den Hypokaustboden. Der nordöstliche Widerpart des Feuerloches war von ganz ähnlichem Charakter: hier eine 2.00 m lange Flügelmauer, die an der eigentlichen Feuerstelle ebenfalls Sandsteinsäulen begleiteten. Auf- 76 Samuel Jenny, a. a. O., 197. 104
        

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