geschiente. Die Publikationen zur Frühgeschichte, Ergebnisse jahre- langer Spatenforschung, haben weit über die Grenzen unseres Landes Beachtung und Anerkennung gefunden. In thematischer Hinsicht zeigt sich die vielseitige Aktivität des Historischen Vereins besonders deutlich. Die Beiträge des Jahrbuchs betreffen politische Geschichte, Rechtsgeschichte, Kulturgeschichte, Kir- chengeschichte, Kunst- und Baugeschichte, Numismatik, Ortsnamen, Adels- und Familienforschung und Sozialgeschichte. Besonders erwähnen möchte ich auch die verschiedenen Quellen- Editionen, allen voran das Liechtensteinische Urkundenbuch. Es dient der Evidenzhaltung der Geschichte und bildet die Grundlage einer wissenschaftlichen Bearbeitung der Vergangenheit in einem neuen liechtensteinischen Geschichtswerk. Neben biographischen und biblio- philen Arbeiten finden sich in den Jahrbüchern auch wertvolle Beiträge zur Sprachgeschichte. Volkskunde und Naturgeschichte ergänzen den weiten Themenkreis. Hervorragende Arbeit hat der Historische Verein auf dem Gebiet des Denkmalschutzes und Naturschutzes geleistet, sowohl bei der Schaffung der gesetzlichen Grundlagen als auch bei ihrer Vollziehung. Aber es ist nicht nur Geschichtsschreibung, die den Historischen Verein zentral beschäftigt. Bereits elf Jahre nach seiner Gründung — der Verein zählte damals schon weit über 100 Mitglieder — wurde die Zweckbestimmung der ursprünglichen Statuten u. a. durch folgenden wichtigen Zusatz erweitert: «Der Verein wird die seiner Obsorge anvertraute Sammlung liech- tensteinischer Altertümer, für welche er einen Konservator aufstellt, möglichst zu erweitern suchen.» Mit dem gleichen massvollen Eifer, mit dem die verantwortlichen Männer des Historischen Vereins von Anfang an auf die von ihnen gesteckten Ziele hinarbeiteten, mit der gleichen für unser Land segens- reichen Beharrlichkeit wurde auch dieser Gedanke mit Leben erfüllt: damals schlug die eigentliche Geburtsstunde unseres Landesmuseums. Jahrzehntelang dauerte es noch, bis die aus kleinen Anfängen ge- wachsenen Sammlungen eine bleibende, würdige Aufbewahrungsstätte fanden. Erst der Ende der Sechziger jähre von Regierung und Landtag ge- XXII
        

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