Auf der ganzen bergseitigen Raumlänge des Zimmers 4 beobach- teten wir ausserhalb des Grundrisses ca. 35 cm unter der Grasnarbe ein leicht gemörteltes Gehniveau, das sich aber nach 2.50 m Breite ohne sichtbaren Abschluss gegen Südosten hin verlor. Der Raum 17 mit nahezu quadratischem Ausmass von 3.35x3.20 m-' entstand durch die differenzierte Architektur an der Nordfassade des Herrenhauses und diente offenbar der Feuerung der Badeanlagen. Die Mauern wurden beim Beschrieb der Räume 4 und 5 geschildert. In diesem Feuerungshof wurde, wie schon erwähnt, die Bronze- fibel in Form eines Pferdchens gefunden (Abb. 54), sowie das Rand- stück einer Schale (74/50) und der Hals eines Glasfläschchens. Die Bodenhöhe des Gehniveaus aus gestampfter Erde musste bei 487.76 (gleich der Bodenhöhe des Atriums) gelegen haben, so dass das Niveau der Feuerstelle 89 cm tiefer als jenes des Raumes 17 angelegt war (487.76/486.87), was wiederum den Beobachtungen am Präfur- nium im Atrium (487.76/486.08) und der Höhendifferenz bei der Feuer- stelle im Raum 10 (486.76/485.90) entsprach. Von einem eigentlichen Raum 18 kann man nicht sprechen. Bei näherem Zusehen bemerkt man nämlich, dass das kleine Mauergeviert im Zusammenhang mit der Heizung der Baderäume stand. Der Raum, in unmittelbarer Nähe zum Feuerloch, diente zur Lagerung des Feuer- materials. Parallel zur südwestlichen Flügelmauer des Präfurniums errichte- ten die Gutsleute ein Geviert von 2.00 m Länge (Innenmass 1.50 m) und 2.10 m Breite (Innenmass 1.05 m), so dass ein leicht unregelmässi- ger Kleinraum von 1.50 x 1.50 (1.20) m2 entstand. Die Angleichung an die Bodenhöhe des Präfurniums (485.87) deutete auf verwandte Zweck- ausrichtung. Die zwei Meter lange Aussenkante der Aussenmauer des Herrenhauses begleitete die sechs Steinlagen, die graubeiger Mörtel ein- fasste und die eine Gesamthöhe bis zu 85 cm erreichten. Diese doppelte Mauerführung musste vorgenommen werden, um die Fundamente der Aussenmauern der Räume 5 und 6 zu schützen, nachdem deren Unter- kanthöhen (486.48) im Verhältnis zum Boden des Depotraumes für Feuermaterial (485.86) mehr als 50 cm höher lagen. Die südöstliche Begrenzungsmauer des Raumes 18 verband sich mit der geschilderten Mauer und fiel von der Südecke (486.83) zum tuffsteingemauerten, bergseitigen Kopf der Flügelmauer des Präfurniums auf nur zwei Stein- 103
        

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