die 5,20 m (Aussenmass) lange, südöstliche Begrenzung des Raumes 14. Die Fundationstiefe dieses Mauerzuges (487.01) lag im Durchschnitt 20 bis 30 cm höher als in der Fortsetzung im bergseitigen Mauerwerk der Villa. Leider war die südöstliche Begrenzungsmauer des Raumes 14 nur noch in einer 85 cm breiten, von grauem und grobem Mörtel zu- sammengehaltenen Steinschicht zu erkennen. Von der angegebenen Mauerbreite muss man für das aufgehende Mauerwerk die Vorfunda- mente abziehen, so dass die Mauer etwa 65 cm breit gewesen sein dürfte. Beim ganzen Anbau sind grössere Steine verwendet worden als im Mauerwerk des Urhauses. Auch sah man an den Innenkanten der Aussenmauern zum Zimmer 14 immer wieder angebrannte und gerötete Steine. Die rechtwinklig anschliessende, 75 bis 80 cm breite, südwestliche Fortsetzung dieser Mauer hatte ihre Fundamenttiefe ganz dem Gelände angepasst (486.95; 486.31). Auf einer Länge von 6,60 m begrenzte die Mauer den Raum 14, so dass eine Innenfläche von 4,50 x 5,80 m2 ent- stand. An der Innenkante der Mauer steckten wiederum zahlreiche brandgerötete Steine, während die Aussenansicht der Mauer diese Be- sonderheit nicht kannte. Erwähnenswert erscheint ferner eine ebene Steinbettung, die nach 2,80 m von der Südecke der Anlage entfernt, ein- setzte. Hier hatte Jenny um 1893/1896 eine Türe angetroffen73, die ins Freie führte. Den in den Raum 10 führenden Durchgang haben wir bereits erwähnt. Gegen die Talseite begrenzte eine 50 cm breite und bis zu 50 cm hohe (485.99/486.51 UK), graugemörtelte Spannmauer den Raum. Die Mauer erreichte aber nicht mehr die südwestliche Aussenmauer, da ein 1,00 m breiter Durchgang die Binnenmauer unterbrach. Offensicht- lich um diesem 3,50 m langen Mauerstück bei der Türe mehr Stabilität zu geben und um die Stufen zur Überwindung der ca. 60—70 cm Hö- hendifferenz seitlich durch Mauern zu begrenzen, wurde das Ende der Spannmauer rechteckig abgewinkelt, ein Detail, das wir im Neben- gebäude B II schon einmal bemerkt haben. Die Bodenhöhe von Zimmer 14 muss auf 487.00 gelegen haben und dürfte so den Niveauhöhen der Räume 1, 11 und 12 entsprochen haben (vgl. Abb. 23, 27). 73 Samuel Jenny, a. a. O., 192 f. 100
        

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