Abschlussmauer gegen das Atrium hin.71 Die Innenmasse des Zim- mers 9 müssen 4,00x4,00 (4,70) m2 betragen haben. Die Bodenhöhe war mit jener des Atriums identisch (Profil GH 10—14, Planbeilage V). Beim Anbau der Räume 13 und 14 an der Südwestseite der Villa verlor das Zimmer 10 jede direkte Lichtquelle. Deshalb entfernte man die atriumseitige Spannmauer, um für die neue Ausbuchtung des Atriums wenigstens etwas Licht von den überhöhten Lichtgaden des zentralen Raumes zu erhalten. Das kleine Eckzimmer 11 an der Südecke des ursprünglichen Herrenhauses war in drei Mauerzügen noch erkennbar. Die gelbge- mörtelte, ca. 30 cm hohen und 60 cm breiten ursprünglichen Aussen- mauern (487.23/486.91 UK) waren in zwei bis drei Steinlagen erhalten geblieben. Im südwestlichen Mauerwerk (besonders an der Aussen- kante) fielen zahlreiche rotgebrannte, vermauerte Steine auf, sowie Steinmaterial, das an Ort und Stelle durch einen Brand gefärbt worden war, was einen Hinweis auf zwei Feuersbrünste darstellen kann. Er- wähnenswert ist auch die Beobachtung, dass die Unterkanthöhe der bergseitigen Mauerflucht ca. 30 cm höher lag, als die des talseitigen Widerpartes (Profil GH 6 —10, Beilage V). Bezeichnenderweise war die hangseitige Aussenmauer nach 5.00 m Entfernung von der Südecke des Grundrisses zum Erstbau zerstört, was sehr wahrscheinlich auf die Untersuchungen des Landesverwesers von Stellwag zurückzuführen sein dürfte, der hier einen Keller vermutet hatte, und bis «unter die Fundamente ausgedehnten Grabung . . . angelegen sein liess».72 Bei gleicher Gelegenheit wurde sehr wahrscheinlich auch die nordöstliche Binnenmauer abgetragen. Die Bodenfläche des Raumes 11 hätte dem- nach 2,55 (3,10) x 4,10 m2 betragen, wobei die Bodenhöhe bei 487.00 (etwa zwei Stufen höher als das Atrium-Niveau) gelegen haben dürfte (Profil EF 6 — 17, Beilage V; Abb. 22, 25, 46). Auch der Raum 12 war in seinen Begrenzungen nicht mehr ganz intakt, nachdem die erwähnte Binnenmauer zum Raum 11 zerstört worden war und grosse Teile der bergseitigen Aussenmauer bei der jüngsten Ausgrabung nicht mehr gefunden werden konnten. Der kleine, 1,60 m lange Rest der Aussenmauer war in der Art identisch mit der 71 Samuel Jenny, a. a. O., 192. 72 Samuel Jenny, a. a. O., 196. 97
        

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